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Tirol
Philip Wohlgemuth & Karin Brennsteiner

ÖGB Tirol warnt: Teilzeitarbeit ist weiblich

Unbezahlte Arbeit wirft Frauen zurück
Gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto, einen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, mehr Vollzeitarbeitsplätze sowie gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen fordert der ÖGB Tirol angesichts der anhaltenden Altersarmut von Frauen. „Nach wie vor sitzen vor allem zu viele Frauen in der Teilzeitfalle fest, nicht selten fallen sie in die Kategorie der ‚working poor‘“, warnt Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth.
 
85% Teilzeitbeschäftigte weiblich
Wer Teilzeit arbeitet, ist wesentlich häufiger von Armut und Altersarmut betroffen – in erster Linie sind das Frauen. „Von ca. 100.000 Teilzeitbeschäftigten in Tirol sind rund 85 Prozent weiblich“, zeigt Wohlgemuth auf. Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Karin Brennsteiner weiß um die Hintergründe: „Auch wenn gerne propagiert wird, dass viele von ihnen das so wollen, so einfach ist die Situation nicht. Wer Kinder oder zu pflegende Angehörige hat, hat oft keine andere Möglichkeit. Es muss gelingen, diesen Frauen eine Vollzeitbeschäftigung zu ermöglichen und die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen!“.
 
Maßnahmenpaket
Der ÖGB Tirol hatte im Frühjahr ein insgesamt 76 Punkte umfassendes Maßnahmenpaket zur besseren Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben vorgestellt. „Darin enthalten sind unter anderem der Ausbau der gerontopsychiatrischen Tagesbetreuungseinrichtungen, die Ausfinanzierung der Kurzzeitpflege, der flächendeckende Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und die Erweiterung alternativer Betreuungsmöglichkeiten wir Tageseltern oder Betriebskindergärten. Nur mit umfassenden Initiativen kann es uns gelingen, die Situation zu verbessern“, ist Wohlgemuth überzeugt. Brennsteiner ergänzt: „Außerdem wichtig sind gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen, denn schließlich geht rund ein Drittel der Frauen direkt von der Arbeitslosigkeit in die Pension. Das ist erschreckend.“ Ebenso auf der Agenda der Gewerkschaft: ein kollektivvertraglicher Mindestlohn von 1.700 Euro brutto.
 
Pflege als Frauensache?
Nicht nur Kindererziehung wird in erster Linie von Frauen übernommen. Derzeit werden ca. 80 Prozent des Pflegebedarfs durch die Familie und hier wiederum überwiegend von Frauen erbracht. Aufgrund der demographischen Entwicklung steigt die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen. So ist die Anzahl der PflegegeldbezieherInnen in Tirol von 2000 bis 2010 von insgesamt rund 20.000 Personen auf rund 29.00 Personen gestiegen, das entspricht einem Anstieg von 45 Prozent.
 

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