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Tirol

Ein guter Tag für ArbeitnehmerInnen

Grünes Licht im Nationalrat für zentrale Forderungen der Gewerkschaft

In seiner gestrigen Sitzung hat der Nationalrat beschlossen, dass ArbeitnehmerInnen mit 45 Arbeitsjahren abschlagsfrei in Pension gehen können. Außerdem werden künftig mehr Kindererziehungszeiten für die Pension angerechnet. „Damit wurden zentrale Forderungen der Gewerkschaft umgesetzt!“, freut sich Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth über den „guten Tag für ArbeitnehmerInnen“.

Frage der Gerechtigkeit
„Den ArbeitnehmerInnen wurde unter türkis-blau definitiv zu viel zugemutet: 12-Stunden-Tag, 60-Stunden-Woche, die Zerschlagung der Sozialversicherung und Angriffe auf die Arbeiterkammer. Umso mehr freue ich mich über die gestern getroffene Entscheidung zugunsten von hart arbeitenden Menschen!“, so Wohlgemuth, der betont: „Es war eine Frage der Gerechtigkeit, dass man nach 45 Arbeitsjahren wieder abschlagsfrei in Pension gehen kann!“. Bisher hat gegolten: Auch wenn jemand 45 Jahre oder länger gearbeitet hat, musste er bei einem Pensionsantritt vor dem 65 Lebensjahr Abschläge von bis zu 15,3 Prozent hinnehmen. Dieser „Systemfehler“ - eine Folge der Pensionsreformen unter der Schüssel-ÖVP-FPÖ-Koalition - mit einer Mehrheit der Stimmen im Nationalrat beseitigt.

Anrechnung von Karenzzeiten
Erfreut zeigt sich der ÖGB-Vorsitzende auch über die höhere Anrechnung der Kindererziehungszeiten: „Ein weiterer, wichtiger Schritt zur Schließung der Einkommensschere!“. Der Abänderungsantrag wurde mehrheitlich angenommen. Künftig werden bis zu 60 Versicherungsmonate der Kindererziehung als Beitragsmonate der Erwerbstätigkeit berücksichtigt. „Damit ist aber noch nicht genug getan!“, betont Wohlgemuth, der seine Forderung an die künftige Bundesregierung kommende Woche im Rahmen eines Pressegesprächs präsentieren wird.

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