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Tirol

Wohlgemuth unterstützt Forderung nach Staatssekretariat für Inklusion

„Darf nicht länger bloßes Lippenbekenntnis sein“

Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth unterstützt die Forderung der Behindertenverbände nach einer Schaffung eines Staatssekretariates für Inklusionspolitik, Gleichbehandlung und Pflege. „Inklusion muss endlich in der Realität umgesetzt werden, und darf nicht länger ein bloßes Lippenbekenntnis sein!“

Mit einem eigenen Staatssekretariat könnten bundesweit einheitliche Regelungen erwirkt und sinnvolle Grundlagen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung geschaffen werden. „Als erster Schritt sollte die Ausgleichstaxe erhöht werden. Dass sich Unternehmen von ihrer Verantwortung ‚freikaufen‘ können, ist ohnehin der falsche Ansatz. Das sollte zumindest nicht so billig möglich sein“, so Wohlgemuth. Über andere Fördermodelle könne man diskutieren – „in jedem Fall ist der Ist-Stand ein schlechter“.

Das Behinderteneinstellungsgesetz regelt, dass Unternehmen, die 25 oder mehr DienstnehmerInnen beschäftigen, auf je 25 DienstnehmerInnen mindestens einen begünstigt Behinderten zu beschäftigten haben. „Daraus ergibt sich, dass lediglich 2,9 Prozent der Unternehmen einer Beschäftigungspflicht von Menschen mit Behinderung unterliegen. Das ist deutlich zu wenig!“, so Wohlgemuth, der die Senkung der Voraussetzungen für die Einstellungspflicht auf 20 DienstnehmerInnen fordert. Er erinnert die öffentliche Hand zudem an ihre Vorbildwirkung: „Seit Jahren wird viel versprochen und wenig umgesetzt. Ich erwarte mir endlich die Realisation unserer Vorschläge sowie die Besetzung und Schaffung von neuen Planstellen in Landesunternehmen, Städten und Gemeinden!“

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