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Tirol

Wohlgemuth fordert nationalen Klimaplan

umweltfreundliche, leistbare und attraktive Öffis für alle

Österreich hat laut Klimaschutzbericht 2017 die EU-Höchstwerte an Treibhausgasemissionen um rund 2,1 Millionen Tonnen überschritten. „Wir brauchen dringend einen Energie- und Klimaplan, der gute Arbeits- und Lebensbedingungen, leistbare Energie und Mobilität für alle möglich macht. Vor allem im Güterverkehr braucht es einen ganz anderen Zugang“, fordert daher Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth.

„Nach jahrelanger Diskussion ohne konkrete Ergebnisse für den Klimaschutz darf jetzt nicht wieder alles verschleppt werden“, kritisiert Wohlgemuth die noch vorhandenen Lücken im heimischen Klimaplan und fordert konkrete Vorschläge von der Regierung ein, wie man etwa durch zusätzliche Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel die Klimaschutzziele schneller erreichen will. „Investitionen in den öffentlichen Verkehr helfen nicht nur dem Klima, sondern auch dem Mittelstand und schaffen gute Arbeitsplätze“, so Wohlgemuth. Er fordert zudem die steuerliche Absetzbarkeit von Öffi-Kosten, um PendlerInnen zum Umstieg aufs öffentliche Verkehrsnetz zu bewegen. „Derzeit können ArbeitnehmerInnen weder das amtliche Kilometergeld, noch die Kosten für Bus- oder Bahntickets steuerlich absetzen. Von einem guten öffentlichen Verkehrsnetz profitiert im Übrigen die heimische Tourismusbranche wesentlich!“, betont Wohlgemuth.

Bis Jahresende muss feststehen, wie Österreichs Beitrag zur EU-Klima- und Energiepolitik bis 2030 aussieht. Das nationale Gesetz dazu hat die Regierung von heute bis 2. Dezember 2019 in die Begutachtung geschickt. Für Wohlgemuth spielt dabei eine verantwortungsvolle Mobilitätspolitik, die auf umweltfreundliche, leistbare und attraktive Lösungen für alle setzt, eine entscheidende Rolle: „Gegenüber 1990 sind die Treibhausgasemissionen um 73 Prozent gestiegen.“

Es bedürfe daher eines Maßnahmenpakets, das Klima und Menschen schütze und gute Arbeitsplätze in umweltfreundlichen Bereichen schaffe, so der Gewerkschafter. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass Umstrukturierungen in Produktionsprozessen und Arbeitswelt nicht zulasten der ArbeitnehmerInnen und einkommensschwacher Haushalte gingen.

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