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Tirol

Tourismus: Zukunftsgespräch und offene Auseinandersetzung gefordert

Köche über 400 km verschicken kann nicht die Lösung sein

„Wir müssen die Branche neu denken, anstatt Arbeitnehmer hunderte Kilometer quer durch Österreich zu schicken“, fordert Philip Wohlgemuth, ÖGB Vorsitzender und Landesgeschäftsführer der für den Tourismus zuständigen Gewerkschaft vida. Er möchte neue Strategien und ein Bekenntnis zum Qualitätstourismus. „Eine ehrliche Diskussion über Qualität und Zukunft der für Tirol so wichtigen Branche ist unerlässlich, der Wirtschaftsfaktor Tourismus bedeutet Krisensicherheit in unserem Land“, so Wohlgemuth.

„Wir nehmen jede helfende Hand und bieten auch unsere an, um über die Zukunft der Branche zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten“, so Wohlgemuth in Richtung der grünen Nationalratsabgeordneten Barbara Neßler. „Erst vergangene Woche fand ein Tourismusgipfel hinsichtlich des Fachkräftemangels statt, eingeladen waren alle, nur die Arbeitnehmervertreter nicht. Das zeigt die Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten! Die ArbeitnehmerInnen wissen immerhin am besten, was es für die Attraktivierung der Branche braucht“, zeigt Wohlgemuth auf.

Der Tourismus muss krisenresistent und weltmeisterlich bleiben und zwar nicht nur für die Gäste, sondern vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn „diese sorgen für den Erfolg und die Qualität im Tourismus“, so Wohlgemuth. Er wünscht sich ein „Zukunftsgespräch“ - auch um das Ziel, den Tourismus als Arbeitgeber wieder attraktiver zu gestalten, gemeinsam erreichen zu können. „Von gut ausgebildetem und motiviertem Personal profitiert schließlich in erster Linie der Arbeitgeber aber auch der Wirtschaftsstandort Tirol“, so Wohlgemuth.

Ein hohes Niveau muss auch gute Arbeitsbedingungen für die ArbeitnehmerInnen bedeuten. „Die Beschäftigten sind das Aushängeschild der Branche. Nur faire Arbeitsbedingungen und hochwertige Ausbildung sowie die Einhaltung des ArbeitnehmerInnenschutzes sind der richtige Weg, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, betont Wohlgemuth. „Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gute Gastgeber. Wer seine Beschäftigten und Lehrlinge fair behandelt und entlohnt, der braucht sich vor Personalmangel nicht fürchten und kann auf Menschen bauen, die mit Enthusiasmus ihrer Arbeit nachgehen. Nur top-motivierte Fachkräfte werden auch in Zukunft Rekordwerte für Tirols Tourismus erreichen.“

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