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Tirol

Halbes Jahr im Zeichen der Pflege

Konkrete Konzepte werden erarbeitet und der Politik vorgelegt
Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth
Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth

Viele Faktoren tragen dazu bei, dass sich die Situation im Pflegebereich verschärft. „Die Lage in der Pflege ist ernst, es werden in den kommenden 15 Jahren 25.000 zusätzliche MitarbeiterInnen im Bereich der Pflege benötigt“, so Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth anlässlich des heutigen ÖGB-Landesvorstandes. Er kündigte gleichzeitig an, einen Themenschwerpunkt Pflege im kommenden halben Jahr bilden zu wollen.

Es liegt auf der Hand, dass der Bedarf an Betreuungs- und Pflegestunden ansteigt, gleichzeitig aber Ausbildungsplätze für den Pflegebereich nicht ausreichend besetzt werden können. Strategien, um auf die steigende Drop-out-Quote zu reagieren, sind dringend notwendig. Studien und Befragungen der MitarbeiterInnen zeigen deutlich, dass es neben besserer Bezahlung auch dringend zu besseren Arbeits- und Rahmenbedingungen kommen muss. „Das gemeinsame Ziel muss eine Verbesserung der allgemeinen Bedingungen sein, um genügend Personal zu finden, sodass alle Pflegebedürftigen in Tirol auch in Zukunft menschenwürdig und auf höchstem Niveau Unterstützung finden“, so Wohlgemuth.

Der Fokus der Bundesregierung in Sachen Pflege liege auf der Betreuung durch Familienmitglieder. Das Ziel sollte allerdings lauten, wie wir unsere Gesellschaft eine gute und leistbare Pflege auch in Zukunft auf allen Ebenen gewährleisten können. Aus diesem Grund wird der ÖGB Tirol gemeinsam mit den zuständigen Gewerkschaften GÖD, GPA-djp, vida und Younion ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zahlreichen Verbesserungsvorschlägen für die Pflege ausarbeiten – das betrifft sowohl die häusliche Pflege wie auch die Arbeits- und Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in diesem Bereich. „Wir werden gemeinsam mit Beschäftigten konkrete Konzepte erarbeiten und anschließend der Politik vorlegen, um dem Fachkräftemangel auf breiter Basis entgegen zu wirken und einen Pflegenotstand abzuwenden“, so Wohlgemuth. Zusätzlich sind Informations- sowie Diskussionsveranstaltungen und eine Enquete sowie weitere Möglichkeiten zur partizipativen Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant.

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