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Tirol

Alleinerziehende fühlen sich von Regierung im Stich gelassen

Kriterien für Familienhärteausgleich gehen an Lebensrealität vieler vorbei
ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Karin Brennsteiner
ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Karin Brennsteiner

„Der Corona-Familienhärteausgleich hat gerade Alleinerziehende und voneinander getrennt lebende Eltern mehr oder weniger übersehen und lässt diese Gruppe völlig leer ausgehen“, sparen Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Karin Brennsteiner und ÖGB-Frauensekretärin Daniela Meichtry nicht mit Kritik. Sie betonen: „Viele fühlen sich von der Bundesregierung im Stich gelassen!“

„Wir müssen aufpassen, dass die Corona-Krise Frauen nicht zu Verliererinnen macht!“, betont Brennsteiner. Sie weiß: „Viele Mütter haben während der letzten Monate stillschweigend alles der Betreuung ihrer Kinder geopfert. Viele fühlen sich in die 50er Jahre zurück katapultiert! Bei vielen schaut es auch finanziell nicht rosig aus.“ Auch Meichtry ortet Geldsorgen: „Die Anknüpfung des Familienhärteausgleichs an die Familienbeihilfe ist als Kriterium für Alleinerziehende und getrennt lebende Familien absolut nicht geeignet. Ausbleibende Unterhaltszahlungen werden nicht als Einkommensverluste erkannt. Getrennt lebende Eltern, die ihre Kinder genauso betreuen und durch Unterhaltleistung ihre Verantwortung für die Kinder übernehmen, sind vom Fonds ausgeschlossen!“ – „Die Kriterien sind am klassischem Familienbild Vater-Mutter-Kind-Mittelstandsfamilie orientiert und gehen an der Lebensrealität sehr vieler völlig vorbei!“, ergänzt Brennsteiner.

„Auch wenn Frauenministerin Susanne Raab mit schönen Worten behauptet, dass sie ihr besonderes Augenmerk auf Frauen, Alleinerzieherinnen und Familien richtet, sprechen ihre Handlungen leider eine andere Sprache. Da muss schnellstens nachgebessert werden. Förderungen sollen nicht an Rollenbilder aus der Vergangenheit geknüpft werden, sondern sich an der Lebensrealität des Heute orientieren!“, sind sich die beiden Gewerkschafterinnen einig.

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