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Tirol

ÖGB-Frauen: Rechtsanspruch auf Corona-Sonderbetreuungszeit ein absolutes Muss

Eltern brauchen Planungssicherheit
ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Karin Brennsteiner
ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Karin Brennsteiner
„Ein Rechtsanspruch auf die Corona-Sonderbetreuungszeit ist definitiv alternativlos!“, ist Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Karin Brennsteiner überzeugt. Eine Verlängerung der Regelung wurde bereits in Aussicht gestellt, allerdings sind betroffene Eltern nach wie vor von der Zustimmung der Arbeitgeber abhängig. 
 

Vor allem Mütter bleiben im Fall von Schließung der Betreuungseinrichtung oder bei Erkrankung der Kinder zu Hause. „Wir müssen auch in dieser Hinsicht auf eine zweite Welle vorbereitet sein. Der Schulbeginn steht vor der Tür und aufgrund wachsender Infektionszahlen auch die Gefahr, dass Schulen oder Kindergärten wieder temporär geschlossen werden müssen. Eltern brauchen jetzt langfristige Lösungen für mehr Planungssicherheit“, so Brennsteiner. Sie fordert daher zusätzlich zur Verlängerung der Sonderbetreuungszeit die volle Kostenübernahme durch den Bund sowie einen Rechtsanspruch für die Eltern.

 

Klatschen nicht genug

„Viele Frauen haben schon vor der Corona-Krise den Großteil der unbezahlten Arbeit geschultert, das letzte Halbjahr hat die Situation weiter verschärft. Bereits jetzt arbeitet fast jede zweite Frau in Tirol Teilzeit, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Dazu kommt, dass die sogenannten ‚systemrelevanten Berufe‘ wie im Gesundheits- und Dienstleistungsbereich vorwiegend von Frauen ausgeübt werden. Es waren also die Frauen, die während der Corona-Zeit keine Verschnaufpause hatten. Wir dürfen sie jetzt nicht auch noch mit Betreuungsängsten belasten!“, fordert auch Tirols ÖGB-Frauensekretärin Daniela Meichtry. Sie betont: „Applaus vom Balkon ist schön und gut, reicht aber für die Betroffenen nicht aus. Sie benötigen vernünftige Rahmenbedingungen, um Beruf und Familie vereinbaren zu können!“

 

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