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Vorarlberg

Post-Realität sieht anders aus, Herr Pölzl!

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker: "Postvorstandschef Pölzl erzählt uns seine Weihnachtsgeschichte."

„Lügen, dass sich die Balken biegen“, fällt dem ÖGB-Landesvorsitzenden Norbert Loacker angesichts der Aussagen von Postvorstandschef Georg Pölzl in der heutigen Ausgabe der VN als Sprichwort ein. „Ich schlage Pölzl als Kandidat für die Sendung Undercover Boss vor, damit er die unzumutbaren Zustände bei der Post hautnah miterleben kann“, ärgert sich Loacker über das „Schönreden“ der Postverantwortlichen. Loacker kritisiert zudem, dass die Post ein System der Angst geschaffen habe, um PersonalvertreterInnen und MitarbeiterInnen unter Druck zu setzen.

„Herr Pölzl verbreitet Unwahrheiten am laufenden Band und versucht damit, das Image in der Öffentlichkeit zu verbessern. In Wahrheit schaut die Realität aber ganz anders aus“, betont Loacker. Pölzl gebe zwar zu, dass die MitarbeiterInnenzahl in den vergangenen Jahren halbiert wurde – das Arbeitspensum habe sich aber nicht verringert. „Das Volumen der Briefe mag sich verringert haben, durch die Paketzustellung durch den Onlinehandel und Werbeaussendungen, ist das Volumen aber gleich, wenn nicht sogar größer geworden.“ Mit halber Mannschaft, gleiche Arbeit zu erledigen, das bringe die MitarbeiterInnen an den Rand ihrer Belastbarkeit, so Loacker. „Es wundert mich nicht, dass kein Mitarbeiter lange bleibt und Krankenstände und die Burnoutquote steigen.“ Auch, dass es nur einen unbesetzten Zustellbezirk gebe, sei falsch. Das würden zahlreiche erboste Anrufe von PostmitarbeiterInnen zeigen, die genau das Gegenteil erleben würden.

Wer die Zustände öffentlich kritisiert und Verbesserungen anstrebt, werde unter Druck gesetzt. „Es handelt sich um ein System der Angst, mit dem MitarbeiterInnen klein gehalten werden“, berichtet Loacker. Dem Postgewerkschafter begegne das Management demnach mit weiteren Repressalien. „Da können die Post Obersten noch so viel aus der Zeitung grinsen und 1 Million Glückskekse verteilen, das wird das Image auch nicht aufpolieren. Aber im fernen Wien in den oberen Etagen ist vor allem wichtig, dass die Kasse klingelt. Für das miserable Image sind die Post-Manager schon selbst verantwortlich“, hält Loacker fest.

Pölzl kenne die Situation in Vorarlberg ganz genau. "Er sollte sie aber am eigenen Leib spüren. Dann sieht Herr Pölzl einmal, wie die Leute schon vor dem offiziellen Dienstbeginn ihre Arbeit aufnehmen, um mit der Verteilung annähernd nachzukommen. Außerdem bekommt Herr Pölzl bei minus 5 Grad ein Fahrrad zur Verteilung der Briefe und ein Gehalt von 1.400 Euro netto. Dann schauen wir mal, wie lange er das macht.“ Loacker verspricht den MitarbeiterInnen der Post und dem Management: „jede Ungerechtigkeit wird auch weiterhin aufgezeigt und Versuche der Postmanager, zu beschönigen, werden widerlegt!“

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