Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Vorarlberg

Rauchen: Regierung strotzt vor Ignoranz

vida-Landesvorsitzender Stemmer und ÖGB-Landesvorsitzender Loacker sehen Gäste und Beschäftigte als Leidtragende des „Raucherdesasters“

Über 600 Menschen sterben statistisch gesehen jedes Jahr in Vorarlberg an den Folgen des Rauchens. „ÖVP und FPÖ ignorieren nicht nur die über 430.000 Unterzeichner des Nichtraucher-Volksbegehrens sondern auch die Gesundheit der Gäste und der tausenden Beschäftigten in der Gastronomie und Hotellerie“, lehnt vida-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer den heute von der Bundesregierung im Parlament eingebrachten Initiativantrag gegen ein komplettes Rauchverbot in der Gastronomie entschieden ab. ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker kritisiert: „Die ÖVP bricht ihr Wort, der FPÖ ist Volkes Meinung wurst!“

„Es ist ein Wahnsinn das Rauchergesetz, das am ersten Mai in Kraft treten hätten sollen, zurückzunehmen“, verurteilt Stemmer die Entscheidung der Bundesregierung und bezeichnet sie als „Raucherdesaster“. „Die Gesundheit der Gäste und der über 5.000 Beschäftigten in der Gastronomie ist ÖVP und FPÖ egal“, kritisiert Stemmer. Die Belastungen in der Gastronomie seien jetzt schon hoch: „Deshalb muss die Gesundheit der Beschäftigten mit allen Mitteln geschützt werden“, hält Stemmer auch angesichts des steigenden Fachkräftemangels fest. „Beschämend ist, dass zudem keine Maßnahmen zum Schutz der Jugendlichen und Lehrlinge gesetzt werden“, bedauert Stemmer. Die Regierung schade mit der Maßnahme dem heimischen Tourismus und der Gastronomie massiv. „Viele ausländische Gäste sind aus ihren Heimatländern rauchfreie Lokale gewohnt. Niemand dieser Gäste setzt sich gerne zum Essen in den Qualm“, macht Stemmer aufmerksam.  

ÖGB-Landesvorsitzender Loacker spricht vom „Eigentor des Jahres“. Ihn ärgert auch die Art der Beschlussfassung per Initiativantrag: „Hier zeigt sich wieder, wie ÖVP und FPÖ über alles einfach drüberfahren und Empfehlungen und Warnungen von Experten ignorieren“. Dass die FPÖ, die mehr direkte Demokratie fordert, auch das Volksbegehren nicht berücksichtigt, ist für Loacker „Betrug am Wähler.“ „Hier sehen wir, wie ernst die FPÖ die Meinung der Bevölkerung wirklich nimmt“, betont Loacker. „Wir wiederum können ebenso die ÖVP nicht mehr ernst nehmen – hat die Volkspartei das Rauchergesetz doch 2015 mitbeschlossen.“ Loacker fordert auch von Landeshauptmann Markus Wallner seine Partei endlich in die Pflicht zu nehmen.

„Hier kann nicht einmal mehr von einer populistischen, sondern es muss von einer schlichtweg dummen Entscheidung gesprochen werden“, bringt es Loacker auf den Punkt. Er bezieht sich dabei auf eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK, wonach sich 70 Prozent der Befragten für eine rauchfreie Gastronomie ausgesprochen haben. „Es ist erstaunlich, wie ÖVP und FPÖ so viel Ignoranz an den Tag legen können“, betont Loacker, der ebenso wie Stemmer das „Don‘t smoke“-Volksbegehren unterschrieben hat. Stemmer und Loacker rufen abschließend zur Unterstützung der Kampagne auf.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt