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Vorarlberg

Equal Pay Day 2018

ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Iris Seewald zum Equal Pay Day: „Es gibt noch viel zu tun!“

Am 22. September 2018 war in Vorarlberg der Equal Pay Day. Obwohl sich die Lohnschere zwischen Frauen und Männern seit Jahren schließe, tue sie dies viel zu langsam, stellt Iris Seewald, ÖGB-Landesfrauenvorsitzende klar. Außerdem seien in Vorarlberg die Einkommensunterschiede nach wie vor am größten. Seewald: „Statistisch gesehen verdienen Frauen im Ländle um 27,6 Prozent * weniger als Männer. Das bedeutet, dass Vorarlberger Frauen ab morgen bis zum Jahresende gratis arbeiten, und das bei Vollzeitbeschäftigung. Es gibt also noch Einiges zu tun!“

Vorarlberg hat sich zwar um 1,63 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert, ist aber immer noch mit Abstand Schlusslicht im Bundesländerranking. Zum Vergleich: der österreichweite Equal Pay Day findet erst am 20. Oktober statt – hier liegt der Lohnunterschied bei 19.9 Prozent.* „Wichtig wäre es, nicht länger über die Lohnunterschiede zu sprechen, sondern Veränderungen einzuleiten. Unser Ziel muss es sein, dass der Equal Pay Day am 31. Dezember stattfindet und Frauen für das, was sie leisten, fair bezahlt werden“, fordert die ÖGB-Landesfrauenvorsitzende.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die ÖGB-Frauen ein Maßnahmenpaket geschnürt und fordern:

  • den Ausbau der flächendeckenden, leistbaren und vor allem qualitativ hochwertigen Kinder- und Schülerbetreuungseinrichtungen, mit Öffnungszeiten, die ein Vollzeitbeschäftigung ermöglichen.
  • Durch den 12h-Tag und die 60h-Woche werden Frauen noch mehr in Teilzeit oder ganz aus dem Arbeitsmarkt gedrängt.
  • Verpflichtende Einkommensberichte in Unternehmen ab 100 ArbeitnehmerInnen sowie die Ausweitung auf alle Dienstgeber.
  • KV-Mindesteinkommen von 1.700 Euro bei Vollzeitbeschäftigung.
  • Volle gesetzliche Anrechnung der Eltern-, Pflege- und Familienhospizkarenzzeiten auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche.
  • Lohntransparenzgesetz für die innerbetriebliche Offenlegung der Gehälter und Löhne.

*Quelle: Statistik Austria, Lohnsteuerstatistik 2016; AK OÖ; Datenbasis: Durchschnittliche Jahres-Bruttobezüge der ArbeitnehmerInnen mit ganzjährigen Bezügen und Vollzeitbeschäftigung 2016

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