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Vorarlberg
ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker spricht von einem "ordentlichen Ergebnis".

Verdientes Ergebnis für Metaller!

ÖGB-Landeschef Loacker ist mit dem Ergebnis bei den Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen zufrieden.

Die Gewerkschaften haben für die Beschäftigten in der metalltechnischen Industrie – 13.000 davon in Vorarlberg – ein „ordentliches und verdientes Ergebnis“ bei den Kollektivvertragsverhandlungen erzielt, wie ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker festhält. „Die Ausdauer der ArbeitnehmerverhandlerInnen und der Kampfgeist der Beschäftigten hat sich ausgezahlt. Was nun als Ergebnis auf dem Tisch liegt, ist ein sehr guter Erfolg für die ArbeitnehmerInnen“, freut sich Loacker. Die Sozialpartner hätten zudem gezeigt, dass das weltweit einzigartige System der Sozialpartnerschaft nach wie vor funktioniert und mehr denn je verteidigt gehöre.

Die Löhne und Gehälter steigen gestaffelt zwischen 3 und 4,3 Prozent. „Gerade für die unteren EinkommensbezieherInnen ist das ein großer Erfolg“, betont Loacker Die Ist-Löhne bis 2.000 Euro brutto steigen um satte 4,3 Prozent oder mindestens 80 Euro pro Monat. Der neue Mindestlohn beläuft sich auf 1.914 Euro. „Das sollte auch für andere Branchen Ansporn sein, nachzuziehen.“ Daneben haben die Gewerkschaften heuer einen Ausgleich für das neue Arbeitszeitgesetz der Bundesregierung gefordert. „Hier haben wir ohne einen Millimeter nachzugeben, das bestmögliche für die Beschäftigten herausgeholt“, verweist Loacker auf die Forderung nach 100 Prozent Zuschlag für die 11. Und 12. Stunde sowie ab der 51. Wochenstunde. Dies gilt auch bei Gleitzeit. „Was die Regierung verbockt hat, haben wir halbwegs repariert. Die arbeitnehmerfeindliche Mehrarbeitszeit wird deutlich teurer für die Unternehmen und die Beschäftigten bekommen dafür das, was ihnen zusteht“, betont Loacker.

Es gibt auch eine bezahlte Pause von zehn Minuten, wenn jemand die 11. und 12. Stunde bzw. die 51. Stunde in der Woche arbeiten muss. "Das war ebenfalls eine wesentliche Forderung bei den Verhandlungen", hält Loacker fest. Besonders freut den ÖGB-Landesvorsitzenden auch, dass die Lehrlingsentschädigungen im Durchschnitt um satte 10 Prozent steigen. „Das ist ein positives Signal für die Zukunft und eine deutliche Aufwertung der Lehre“, ist Loacker überzeugt. Zudem sei das eine wichtige Maßnahme gegen den Facharbeitermangel und zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich.

„Wer angesichts dieses tollen Ergebnisses das System der Sozialpartnerschaft noch in Frage stellt, der handelt gegen die Interessen der hart arbeitenden Menschen in diesem Land“, hält Loacker den Kritikern entgegen. „Wir haben gerade gezeigt, dass die Sozialpartner auch dafür da sind, um Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen durch die Politik, wie mit dem Husch-Pfusch-Arbeitszeitgesetz, zu korrigieren“, betont Loacker. Die Politik hat sich heuer, wie in keinem anderen Jahr, in die Verhandlungen eingemischt. „Zurufe aus der Politik sind absolut entbehrlich und vor allem von Seiten dieser arbeitnehmerfeindlichen Bundesregierung.“ ÖVP und FPÖ hätten bisher nichts für die Beschäftigten in diesem Land getan, außer sie mit Sozialabbau und Mehrarbeit unter Druck zu setzen. „Aufgabe der Regierung ist es nun, Verbesserungen zu schaffen, etwa durch die versprochene Abschaffung der kalten Progression. Damit sich Lohn- und Gehaltserhöhungen auch in Zukunft noch rentieren“, fordert Loacker abschließend.

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