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Vorarlberg
ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker zur neuen Karfreitagsregelung.

Karfreitags-Komödienstadel geht weiter!

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker: „Die Bundesregierung war unfähig hier eine ordentliche Lösung zustande zu bekommen. Sie streicht jetzt nicht nur einen halben Feiertag, sondern sogar den ganzen."

„Die Bundesregierung will die Beschäftigten wohl für dumm verkaufen“, wettert ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker zur heute bekanntgewordenen neuen Lösung in der Karfreitagsfrage. „Die Bundesregierung war unfähig hier eine ordentliche Lösung zustande zu bekommen. Sie streicht jetzt nicht nur einen halben Feiertag, sondern sogar den ganzen. Wer den Karfreitag als Feiertag begehen will, muss nun einen Urlaubstag aus seinem bestehenden Kontingent verwenden. Dabei von einem ‚persönlichen Feiertag‘ zu sprechen, ist eine Verhöhnung der ArbeitnehmerInnnen und einfach nur lächerlich“, kritisiert der ÖGB-Landesvorsitzende.

Loacker kann dem neuen Vorschlag genauso wenig abgewinnen, wie dem halben Feiertag. „Den Karfreitag als Feiertag gänzlich abzuschaffen, ist die nächste Kurzschlusshandlung dieser Bundesregierung. Schwarz-Türkis-Blau meinen wohl mit den Beschäftigten alles machen zu können. Dieser Irrsinn ist nicht mehr zu ertragen“, betont der ÖGB-Landesvorsitzende. Als „lächerlich“ bezeichnet er die Formulierung der Regierung bezüglich eines persönlichen Feiertages innerhalb des eigenen Urlaubskontingents. „Wenn ÖVP und FPÖ das wirklich ernst meinen, haben sie endgültig bewiesen, dass ihr die Interessen der ArbeitnehmerInnen rein gar nichts wert sind.“ Wichtig sei der Regierung nur, die Wünsche der Wirtschaft zu erfüllen. „Sei es bei der Arbeitszeit, beim Thema Steuerreform oder jetzt in der Karfreitagsfrage – jegliche Beschlüsse dieser Konzernregierung zielen nur auf den Profit für die Wirtschaft ab“, die ArbeitnehmerInnen würden betrogen und belogen.

Wie bei der „Halbtagslösung“ gibt es laut Loacker auch beim neuen Vorschlag rechtliche Bedenken. „Bisher ist der freie Karfreitag für evangelische und altkatholische Beschäftigten durch den Generalkollektivvertrag geschützt. Die Regierung müsste hier eingreifen“, erklärt Loacker. Es würde sich um einen Eingriff in die Kollektivvertragsautonomie handeln. Auch die Frage nach der Gleichheitswidrigkeit steht im Raum. Loacker geht davon aus, dass auch zahlreiche evangelische und altkatholische Beschäftigte es sich nicht gefallen lassen, wenn ihnen der Feiertag gestrichen wird und vor Gericht ziehen.

„Der halbe Murks, hat sich zu einem ganz großen ausgeweitet“, kritisiert Loacker. Für ihn ist es nicht nachvollziehbar, dass die evangelische und katholische Kirche den Vorschlag unterstützen. „Der halbe Feiertag ist nun zwar vom Tisch, den evangelischen und altkatholischen ArbeitnehmerInnen wird nun aber der ganze Feiertag gestrichen. Die gläubigen Beschäftigten müssen nun einen Urlaubstag dafür verwenden, wenn sie ihren Feiertag begehen möchten“, stellt Loacker abschließend noch einmal klar.

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