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Vorarlberg
vlnr. Moritz Wachter, Lukas Hämmerle, Niklas Gassner, Sophia Berkmann, Maja Lehmann

ÖGJ-Konferenz: „Jugend.Zukunft.Gemeinsam“

Neu gewählte ÖGJ-Landesvorsitzende Sophia Berkmann bei der Landesjugendkonferenz: „Die Zukunft der Ausbildung bestimmt die Zukunft unserer Arbeit!“

Der Bildungsbereich ist in den Augen der Gewerkschaftsjugend in den letzten Jahren massiv vernachlässigt worden. „Wem die Zukunft der Jugend etwas wert ist, legt nachhaltige Konzepte auf den Tisch und steuert das System nicht zurück in die bildungspolitische Steinzeit“, brachte es die Bundesvorsitzende der ÖGJ Susanne Hofer bei der Landeskonferenz der ÖGJ Vorarlberg auf den Punkt. „Ausbildung schützt am besten vor Arbeitslosigkeit und Armut“, stellte die junge Gewerkschafterin unmissverständlich fest. Die Gewerkschaftsjugend nimmt die neue Regierung in die Pflicht und hat daher in einem Leitantrag ein Forderungspaket zur Digitalisierung der Lehrausbildung geschnürt und ihre Landeskonferenz unter das Motto „Jugend.Gemeinsam.Zukunft“ gestellt.  Als starker Arm der ÖGJ in Vorarlberg wurde Sophia Berkmann zur neuen Landesvorsitzenden gewählt.

Im Ausbildungsbereich sieht die Gewerkschaftsjugend viel Aufholbedarf. Es gelte den Anschluss an die rasant fortschreitende Digitalisierung nicht zu verpassen. „Wenn wir das Bildungssystem nicht auf diese Entwicklung einstellen, werden wir früher oder später davon überrollt“, warnt die ÖGJ Bundesvorsitzende Susanne Hofer. In keinem anderen Bundesland beginnen so viele Jugendliche eine Lehre wie in Vorarlberg, nämlich rund 50 Prozent der PflichtschulabgängerInnen (österreichweit 40 Prozent). „Österreich wird international für dieses Erfolgsmodell beneidet. Damit sichern wir auch einen großen Teil der benötigten Fachkräfte. Die Lehrausbildung darf deshalb nicht vernachlässigt werden“, warnt Hofer denn die Zahl der Lehrlinge sinkt österreichweit massiv. Der dramatische Rückgang von rund 20 Prozent ist laut Arbeitsmarktexperten nicht allein auf die Demografie zurückzuführen.

Um sich gut in einer digitalisierten Arbeitswelt zurechtzufinden, brauchen die ArbeitnehmerInnen ein fundiertes Basiswissen über grundlegende digitale Kompetenzen. Die aktuellen Berufsbilder können diesbezüglich oft nicht mithalten. Neben der Infrastruktur an Berufsschulen und in Betrieben braucht es auch eine Weiterentwicklung des Pädagogischen Konzepts, um das Lehrpersonal/die AusbildnerInnen fit für den digitalen Unterricht zu machen. Die Vorarlberger Gewerkschaftsjugend hat daher in einem Leitantrag ein Forderungspaket an die kommende Regierung geschnürt. Neben dem Thema Digitalisierung beschäftigt sich die Gewerkschaftsjugend auch mit der Stärkung der JugendvertrauensrätInnen, der Lehre für AsylwerberInnen, leistbarem Leben für alle sowie der Stärkung von Zivilcourage.

Die Landesjugendkonferenz findet alle zweieinhalb Jahre statt. Neben der Erstellung eines Forderungspakets wird der oder die Landesvorsitzende neu gewählt. Die 20-jährige Sophia Berkmann bekam mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Die Schweißtechnikerin bei der Firma Liebherr in Nenzing ist Jugendvertrauensrätin und Mitglied im Präsidium der PRO-GE-Jugend. „Wir wollen, dass die Lehrlingsausbildung auf neue Beine gestellt wird und auch dann Fachkräfte ausgebildet werden, wenn die Wirtschaft gerademal nicht wächst. Dazu braucht es offenbar neue Anreize, damit Firmen wieder mehr Lehrlinge aufnehmen und selbst einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten,“ so Berkmann. Zu ihren StellvertreterInnen wurden Lukas Hämmerle (Blum), Maja Lehmann (ÖBB), Moritz Wachter (Getzner Textil) und Niklas Gassner (Zumtobel) gewählt.

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