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Vorarlberg
Als „erfreulich und längst überfällig“ bezeichnet vida-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer den Beschluss zu einem Rauchverbot in der Gastronomie.

Regierungs-Aus öffnet Tür für Rauchverbot

vida-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer zum heutigen Beschluss im Nationalrat: „Endlich wird der Wunsch der Bevölkerung respektiert!“

„Nach dem Aus der alten Regierung kann nun endlich das Rauchverbot in der Gastronomie umgesetzt werden. Die Gesundheit der Beschäftigten und der Gäste wurde viel zu lange vernachlässigt“, begrüßt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida, die für die ArbeitnehmerInnen in der Gastronomie zuständig ist, den heutigen Beschluss im Nationalrat zu einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie. „Außerdem haben wir nun eine klare Regelung für alle Betriebe, was auch von den Gastronomen zu begrüßen sein müsste“, betont Stemmer. Bedauerlich sei, dass die Beschäftigten erst auf das Aus der alten Regierung warten mussten, damit der Weg für das Rauchverbot frei wurde.

Die über 5.000 Beschäftigten in der Vorarlberger Gastronomie können nun endlich rauchfrei aufatmen. „Die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen ist das höchste Gut und muss mit allen Mitteln geschützt werden,“ betont Stemmer. Die Rahmenbedingungen in der Gastronomie-Branche seien ohnehin geprägt von hohen Belastungen wie unregelmäßigen Arbeitszeiten, körperlich schwerer Arbeit, Zeitdruck und Stress. „Wenn wir Qualitätstourismus wollen und die Menschen im Tourismus länger gesund im Job halten wollen, müssen wir für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen“, ist Stemmer überzeugt. „Ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie steigert zudem die Arbeitsplatzqualität.“ Auch für Lehrlinge bringe der Entschluss deutliche Verbesserungen. „Sie werden nun nicht mehr dem blauen Dunst ausgesetzt.“ Das „ÖVP-FPÖ-Raucherdesaster“ hatte erlaubt, dass Lehrlinge für gewisse Stunden in Raucherräumen arbeiten durften.

Auch für die Betriebe bringe die Regelung Vorteile. „Die Gastronomen müssen nun keine Angst mehr haben, dass ihnen die Gäste weglaufen, wenn sie ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal betreiben. Jetzt gilt eine klare Regelung für alle.“ Das hätten sich viele Gastronomen gewünscht. Das „aufgewärmte Gegenargument“ bezüglich der Kosten für den Umbau einiger Lokale lässt Stemmer nicht gelten. „Die Betriebe hatten nun genügend Zeit sich auf diese absehbare Situation einzustellen. Außerdem war das teilweise Rauchverbot ein Kompromiss, der aus dem Widerstand einiger Betriebe gegen ein generelles Rauchverbot resultierte.“ Es würden nun sogar Kosten für Betrieb und Wartung von Raucherräumen wegfallen.

Stemmer bedauert die Verzögerungen bei der Umsetzung einer rauchfreien Gastronomie zutiefst. „Dass ÖVP und FPÖ das bereits beschlossene Rauchverbot gekippt haben, ist schlicht grob fahrlässig und demokratiepolitisch höchst bedenklich gewesen“, betont Stemmer. „Trotz der bekannten Faktenlage, wonach Passivrauch erheblichen gesundheitlichen Schaden verursacht, setzten ÖVP und FPÖ die Beschäftigten wissentlich diesem Risiko aus.“ Bedenklich sei auch der Umgang mit dem Wunsch der Bevölkerung gewesen. „Über 880.000 Menschen haben das Rauchervolksbegehren unterschrieben, was von der alten Regierung einfach ignoriert wurde“, kritisiert Stemmer.

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