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Vorarlberg

IGR- Bodensee: Digitalisierung und Bildung

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt neue Herausforderungen. Der Interregionale Gewerkschaftsrat (IGR) Bodensee stellte deshalb die Aus- und Weiterbildung in den Mittelpunkt ihrer Pressetour.

„Es ist wichtig, die Veränderungen der Arbeitswelt rechtzeitig zu erkennen und mitzugestalten“, so Norbert Loacker, Vize-Präsident des IGR Bodensee und Landesvorsitzender des ÖGB Vorarlberg.

Eine der größten Herausforderungen ist es, den Anschluss an die Digitalisierung nicht zu verpassen. Wir können und wollen die Digitalisierung nicht aufhalten. Das würde einen Wohlstandsverlust vor allem für die junge Generation bedeuten. Aber technologischer Fortschritt ist kein Wert an sich, er muss dem gesellschaftlichen Fortschritt dienen. Ziel muss die Verbesserung des Alltags aller Menschen und die Erleichterung der Arbeitswelt aller ArbeitnehmerInnen sein. Es ist wichtig, die Veränderungen der Arbeitsorganisation zu erkennen, mitzugestalten und notwendige Anpassungen zu treffen, beispielsweise in der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.

Die Digitalisierung beeinflusst inzwischen die meisten Jobs. Laut neuesten Umfragen hat die Digitalisierung bereits bei 69 Prozent der ArbeitnehmerInnen einen großen oder sogar sehr großen Einfluss. Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass sich durch die Digitalisierung ihr eigener Aufgabenbereich zukünftig verändern wird, ein Viertel erwartet sogar "erhebliche" Veränderungen.

Die Aus- und Weiterbildung der BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen in diesem Bereich stellt daher die größte Herausforderung für die Bildungspolitik der Gewerkschaften dar.

Bildungskarenz und Bildungsteilzeit verbessern

Um den Beschäftigten während ihres Erwerbslebens die Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen, gibt es in Österreich die Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit. Beides sind wichtige Maßnahmen, um ArbeitnehmerInnen lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

Die ArbeitnehmerInnen haben die Möglichkeit, für eine gewisse Zeit aus dem Arbeitsalltag auszusteigen bzw. ihre Arbeitszeit zu reduzieren. So kann beispielsweise eine abgebrochene Ausbildung abgeschlossen oder ein zweiter Bildungsweg eingeschlagen werden. Eine solche Investition in die berufliche Zukunft wird durch das Weiterbildungsgeld erheblich erleichtert.

"Damit auch Menschen mit geringer Qualifikation und niedrigerem Einkommen in Bildungskarenz gehen können, muss das Weiterbildungsgeld erhöht werden", sagt Norbert Loacker. Derzeit entspricht die Höhe des Weiterbildungsgelds dem fiktiven Arbeitslosengeld. "Viele Menschen, die sich gerne weiterbilden würden, können es sich schlicht nicht leisten, auf einen wesentlichen Teil ihres Einkommens zu verzichten", so Loacker.

Zudem fordert der ÖGB-Landesvorsitzende einen Rechtsanspruch auf Bildungskarenz/Bildungsteilzeit und ein damit verbundener Kündigungsschutz: "Sonst ist wieder nur vom Arbeitgeber abhängig, wer sich weiterbilden darf und wer nicht."

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