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Vorarlberg

Hitze am Arbeitsplatz vermindern!

ÖGB-Landesvorsitzender Loacker und GBH-Landesvorsitzender Oprießnig fordern besseren Schutz für ArbeitnehmerInnen vor Hitze am Arbeitsplatz.

Steigen die Temperaturen, steigt auch das Gesundheitsrisiko gerade für ArbeitnehmerInnen im Freien. „Arbeiten bei Hitze ist gefährlich und gefährdet die Gesundheit. In Zusammenhang mit dem 12 Stunden-Tag ist die Hitze sogar lebensgefährlich“, betont GBH-Landesvorsitzender Gerd Oprießnig. Zwar gibt es bei hohen Temperaturen theoretisch hitzefrei, doch entscheiden darüber einzig und allein die ArbeitgeberInnen. „Ich appelliere an die ArbeitgeberInnen, auf die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen achtzugeben und entsprechende Schutzmaßnahmen gegen Hitze zu treffen – sowohl im Außen- als auch im Innenbereich“, so ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker. Der ÖGB Vorarlberg fordert außerdem, dass vorerst zumindest auf Landesbaustellen ab 32,5 Grad verpflichtend hitzefrei gegeben wird.

Hohe Temperaturen beeinflussen spürbar die Arbeitsbedingungen. „Die Konzentration lässt nach und das Risiko von Arbeitsunfällen steigt. Am Bau kann das tödlich enden“, betont der GBH-Landesvorsitzende Gerd Oprießnig. Sind ArbeitnehmerInnen andauernder Hitze ausgesetzt, sollten erste Symptome wie Kopfschmerzen oder Schwindel ernst genommen werden. Ansonsten könnten ein Hitzekollaps oder sogar ein Hitzschlag die Folge sein. „GesundheitsexpertInnen bestätigen uns, dass es durch eine starke Erwärmung des Körpers zu bleibenden Hirnschäden oder sogar zum Tod kommen kann", betont Oprießnig. Die Möglichkeit zum 12-Stunden-Tag habe die Gefahr von gesundheitlichen Schäden noch verschärft. „ArbeitsmedizinerInnen verweisen darauf, dass die Unfallgefahr bereits ab der 8 Stunde massiv ansteigt“, so Oprießnig. Für den ÖGB-Landesvorsitzenden Norbert Loacker ist das neue Arbeitszeitgesetz völlig unverantwortlich. „Die gescheiterte Bundesregierung setzt damit das Leben der Menschen wissentlich aufs Spiel.“

Die von der Gewerkschaft Bau-Holz bei den Kollektivvertragsverhandlungen erkämpfte Hitze-Regelung, dass auf Baustellen ab 32,5 Grad frei gegeben werden kann, wird von den DienstgeberInnenn nur selten angewendet. „Gesundheits- und Unfallrisiken werden eher in Kauf genommen als eine Zeitverzögerung. Ich appelliere an die ArbeitgeberInnen, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen um menschliches Leid zu vermeiden“, so Loacker. Dazu gehöre, zumindest ausreichend Getränke zur Verfügung zu stellen. Der ÖGB fordert, dass es eine verpflichtende „Hitze-Sperre“ ab 32,5 Grad geben soll. „Das Land Vorarlberg soll auf seinen Baustellen als Vorbild vorangehen.“ Da die Arbeitsbedingungen bei großer Hitze auch in Innenräumen unerträglich werden können, setzt sich der ÖGB zudem dafür ein, dass ArbeitgeberInnen ab 25 Grad verpflichtend organisatorische und technische Maßnahmen setzen müssen, um hohe Temperaturen zu reduzieren.

„Arbeit darf nicht krank machen. Hier sind eindeutig die ArbeitgeberInnen in der Verantwortung, sie haben die sogenannte Fürsorgepflicht“, erinnert Loacker. Das neue Arbeitszeitgesetz gehöre zudem überarbeitet. „Mit diesem Husch-Pfusch-Gesetz hat die Regierung gezeigt, wie wenig sie die Gesundheit der Bevölkerung wert ist“, kritisiert Loacker. „Wir müssen zum Wohle der ArbeitnehmerInnen auf die sich verändernden äußeren Einflüsse reagieren, anstatt die Rahmenbedingungen noch zu verschärfen“, betont der ÖGB-Landesvorsitzende.

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