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Vorarlberg
PRO-GE Landeschef Fritz nach der 4. Verhandlungsrunde zu einem neuen Metaller-Kollektivvertrag.

Metaller beraten über Kampfmaßnahmen

Die Metaller beraten nach der 4. Lohnverhandlungsrunde über Kampfmaßnahmen.

Bei den Lohnverhandlungen für die rund 130.000 Beschäftigten in der metalltechnischen Industrie in Österreich - davon rund 13.000 in Vorarlberg – gab es auch in der vierten Runde keine Einigung. „Die Arbeitgebervertreter waren nicht bereit, ein faires Angebot auf den Tisch zu legen“, kritisiert PRO-GE Landesvorsitzender Wolfgang Fritz, der in der Wirtschaftskammer in Wien mit am Verhandlungstisch sitzt. Die Arbeitgeber haben eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent angeboten, während die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE ein Plus von 4,5 Prozent fordern. „Das ist eine Provokation gegenüber den ArbeitnehmerInnen und das werden wir uns nicht gefallen lassen“, kündigt Fritz am kommenden Dienstag eine Betriebsrätekonferenz an, bei der Kampfmaßnahmen besprochen werden.

Die vierte Verhandlungsrunde wurde nach rund elf Stunden abgebrochen, nachdem die Vertreter der ArbeitgeberInnen des Fachverbandes Metalltechnische Industrie den ArbeitnehmervertreterInnen eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent angeboten hatten. "Nach vier Verhandlungsrunden gerade einmal die Höhe der Inflationsrate für Lohn- und Gehalterhöhungen anzubieten, ist ein Hohn und eine Provokation uns und den Beschäftigten gegenüber“, ärgert sich Fritz und bezeichnet das Angebot als eine „Geringschätzung der enormen Leistungen der ArbeitnehmerInnen“. Die MitarbeiterInnen hätten sich mehr verdient. „Das Arbeitgeberangebot ist defacto eine Nulllohnrunde. Das werden wir nicht hinnehmen und nun einen Gang zulegen“, kündigt Fritz eine Betriebsrätekonferenz am kommenden Dienstag an. Dabei werden auch Kampfmaßnahmen besprochen.

Die Arbeitgeberseite verweise ständig auf eine schwierige Wirtschaftslage. „Die Arbeitgebervertreter zeichnen Szenarien ähnlich der Krise von 2008. Das entspricht einfach nicht der Realität“, kann Fritz nur den Kopf schütteln. „Die Auftragslage ist nach wie vor bestens, die Bücher sind voll. Dass nach dem letzten Rekordjahr ein weiteres folgt, ist utopisch. Wir sind aber meilenweit von einer Weltuntergangskrise entfernt, so wie es die Arbeitgeber gebetsmühlenartig heraufbeschwören“, betont Fritz. Während an die Eigentümer 2 Milliarden Euro an Gewinnen ausgeschüttet worden seien, hätten die ArbeitnehmerInnen „nichts von dem Kuchen abbekommen“.

 

Der nächste Verhandlungstermin wurde für den 28. Oktober vereinbart. „Wir werden nicht lockerlassen und uns für eine faire Lohnerhöhung für die Beschäftigten in der Metallindustrie einsetzen – denn das haben sie sich verdient. Sie sind für den Erfolg der Unternehmen verantwortlich“, versucht Fritz die ArbeitgeberInnen wachzurütteln. „Momentan führt offenbar kein Weg daran vorbei, dass wir die ArbeitgeberInnen mit Kampfmaßnahmen zur Vernunft bringen“, verweist der PRO-GE Landesvorsitzende auf die Betriebsrätekonferenz am Dienstag, bei der das weitere Vorgehen besprochen wird.

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