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Vorarlberg

Gewerkschaft erzielt „Corona-Prämie“ für Krankenhauspersonal

Ein Großteil der Beschäftigten bekommt eine Prämie in Höhe von 200 Euro.

Es wurde viel geklatscht und gelobt, eine „Belohnung“ für das Spitalspersonal in Vorarlberg für seinen außergewöhnlichen Einsatz in der Corona-Krise blieb bislang aus. Nun konnte der Zentralbetriebsrat der Landesspitäler aber eine akzeptable Lösung mit der Krankenhausbetriebsgesellschaft ausverhandeln. „Ein Großteil der Beschäftigten bekommt eine Sockelprämie in Höhe von 200 Euro und 10 Euro zusätzlich für jede Überstunde, die ab einer gewissen Anzahl geleistet wurde“, berichtet der Vorsitzende der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und Zentralbetriebsrat der Landeskrankenhäuser, Thomas Steurer.

„Die Prämien werden unabhängig des Beschäftigungsausmaßes allen betroffenen MitarbeiterInnen gewährt, die zwischen minus 24 Stunden und plus 24 Stunden erbracht haben“, erklärt Steurer. Alle MitarbeiterInnen, die über 24 Plusstunden erbracht haben, werden zusätzlich mit einer einmaligen Prämie von 10 Euro pro Stunde bedacht. „Das Ergebnis ist akzeptabel“, so Steurer. „Es ist auch das Mindeste, was sich unsere KollegInnen für ihren Einsatz an vorderster Front verdient haben!“ Für zukünftige Ereignisse wird zudem eine Betriebsvereinbarung erstellt. Darin werden Vorgehensweisen festgelegt, wie mit derartigen Ereignissen umgegangen werden soll.

Dem Ergebnis sind langwierige Verhandlungen vorausgegangen. Vor allem rund um den Ausgleich der Zeitkonten wurden heftig diskutiert. Viele MitarbeiterInnen saßen aufgrund des eingeschränkten Betriebs auf Abruf zu Hause und häuften so Minusstunden an. „Wir haben gefordert, dass diese Minusstunden auf null gestellt werden, weil die KollegInnen ja immerhin zur Verfügung standen“, erklärt Steurer. Die Krankenhausbetriebsgesellschaft wollte zunächst nur 25 Prozent ausgleichen, dann 30, bis zuletzt eine 75-prozentige Rückvergütung zugesagt wurde. 75 Prozent der entstandenen Minusstunden werden somit auf null gestellt.

Schließlich dankt Steurer der Krankenhausbetriebsgesellschaft für das Einlenken. „Es ist nur fair, dass auch das Spitalspersonal in Vorarlberg für ihren Einsatz belohnt und entschädigt wird. Applaus und Lob sind schön, aber außerordentliche Leistungen müssen auch außerordentlich belohnt und entlohnt werden“, ist Steurer überzeugt.

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