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Vorarlberg

Maßnahmen gegen Lehrstellenkrise!

ÖGB-Landesvorsitzender Stemmer begrüßt den vorgestellten „Vorarlberg Bonus“ für Betriebe, die zusätzlich Lehrlinge ausbilden.
ÖGB-Landesvorsitzender Stemmer hat im Frühjahr schon gewarnt, dass eine Lehrstellenkrise droht.
ÖGB-Landesvorsitzender Stemmer hat im Frühjahr schon gewarnt, dass eine Lehrstellenkrise droht.

Aufgrund der Corona-Krise haben viele Unternehmen im Land die Ausbildung von Lehrlingen zurückgefahren. „Wir haben schon im Frühjahr davor gewarnt, dass im Herbst eine Lehrstellenkrise droht. Bis heute wurde jedoch nichts dagegen unternommen. Der nun angekündigte ‚Vorarlberg Bonus‘ ist eine wichtige Maßnahme um Jugendliche, die bislang vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben, in einem Ausbildungsbetrieb unterzubringen“, dankt ÖGB-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer Land, Wirtschaftskammer und AMS für die Umsetzung der Gewerkschaftsforderung. Allerdings würden die bereitgestellten finanziellen Mittel wohl nicht ausreichen. Außerdem müssten auch Land und Gemeinden verstärkt Ausbildungsplätze anbieten.

Die angespannte Lage am Lehrstellenmarkt hat sich für Stemmer abgezeichnet. ÖGB und die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) haben mit Beginn der Krise bereits stärkere Anreize für Unternehmen eingefordert, zusätzliche Lehrstellen zu schaffen bzw. Betriebe finanziell zu unterstützen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten Lehrlinge ausbilden wollen. „Land und Wirtschaftskammer haben nun offenbar die Notwendigkeit unserer Forderung erkannt und mit dem ‚Vorarlberg Bonus‘ eine derartige Unterstützungsmaßnahme auf den Weg gebracht“, zeigt sich Stemmer erfreut. Im Bedarfsfall müsse das Budget für die Maßnahme aber weiter erhöht werden. Außerdem solle die Förderung an die Ausbildungsqualität geknüpft werden.

Stemmer sieht das Land zudem gefordert. So müssten auch im landeseigenen und landesnahen Bereich, in Gemeinden und in überbetrieblichen Lehrwerkstätten mehr Lehrstellen geschaffen werden. „Die Verantwortung für die Zukunft unserer Jugend darf nicht allein auf die Unternehmen abgeschoben werden. In den nächsten Monaten ist keine Entspannung am Arbeitsmarkt zu erwarten – eher das Gegenteil.“ Stemmer fordert deshalb eine Erhöhung der Finanzmittel für die überbetriebliche Lehrausbildung und eine Aufstockung der überbetrieblichen Lehrstellen.

„Es ist gut, dass nun auf die schwierige Lage am Lehrstellenmarkt reagiert wird. Die Entwicklung muss aber weiter im Auge behalten werden.“ Stemmer richtet abschließend den Appell an die heimischen Unternehmen, Gebrauch von dem Angebot zu machen und erinnert: „Nur wer selbst Lehrlinge ausbildet, der hat später genügend Fachkräfte!“

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