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Vorarlberg

Längere Gastro-Öffnungszeiten!

ÖGB- und vida-Landesvorsitzender Stemmer plädiert für längere Öffnungszeiten in der Gastronomie.
Für die Betriebe bedeutet die Sperrstunde ab 22 Uhr starke Verluste.
Für die Betriebe bedeutet die Sperrstunde ab 22 Uhr starke Verluste.

„Wir begrüßen jegliche Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Infektionszahlen, die Sperrstunde ab 22 Uhr in der Gastronomie ist aber undurchdacht und für viele Betriebe ein weiterer Sargnagel“, betont der Landesvorsitzende des ÖGB Vorarlberg und der Tourismus und Gastronomie Gewerkschaft vida, Reinhard Stemmer. Für die Betriebe würde die Sperrstunde große Verluste bedeuten. Die Beschäftigten müssten um ihren Job zittern. „Gerade in der Speisegastronomie sind die Abstands- und Verhaltensregeln gut organisierbar, deshalb kann hier die Sperrstunde durchaus zumindest um eine Stunde auf 23 Uhr verlängert werden“, ist Stemmer überzeugt.

„Es ist ärgerlich, dass Gastronomen jetzt pauschal als Sündenböcke hingestellt werden und büßen müssen. Die letzten in der Reihe, die es trifft, sind die MitarbeiterInnen, deren Job wackelt“, kritisiert Stemmer. „Die Vorverlegung der Sperrstunde wird das Problem nicht lösen, stattdessen wird nur wirtschaftlicher Schaden angerichtet.“ Feierwütige würden andere Möglichkeiten finden, um sich zu treffen, während eine gesamte Branche die Unvernünftigkeit Weniger auszubaden habe. „In der Speisegastronomie ist ganz sicher ein geordneter Ablauf zu organisieren.“ Stemmer fordert deshalb die Politik auf, gemeinsam mit den Gastronomen Konzepte zu erarbeiten und gezielte Maßnahmen zu setzen, anstatt mit der Rasenmäher-Methode über alle drüber zu fahren. Wie für die Hotellerie müsse auch für den Rest der Branche eine akzeptable Lösung gefunden werden.

Gerade in der Speisegastronomie mache es absolut keinen Unterschied, ob die Sperrstunde nun auf 22 Uhr oder 23 Uhr gelegt werde. „Im Normalfall wird nach einem gemütlichen Essen mit der Familie oder Freunden niemand sturzbetrunken an fremde Tische torkeln.“ Einen Unterschied mache es nur für das Lokal, wenn schließlich Gäste aus Frust ausbleiben. Stemmer appelliert an Bundes- und Landesregierung, sich zu überlegen, wie betroffenen Gastronomen unter die Arme gegriffen werden kann. Vor allem auch die Event- und Nachtgastronomie müsse vor dem Bankrott gerettet werden.

„Es braucht endlich Klarheit und Planbarkeit für die Gastronomie. Unter dem Zick-Zack-Kurs der Politik leiden nicht nur die Betreiber, sondern auch die Beschäftigten“, ärgert sich Stemmer. Die Sicherheit und Gesundheit aller müsse im Mittelpunkt stehen, „dafür müssen gut überlegte Maßnahmen gesetzt werden, damit nicht eine selbstverursachte Krise folgt“, warnt Stemmer abschließend.

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