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Vorarlberg

Doppelmayr: Maßnahmen gegen Jobkrise!

ÖGB-Landeschef Stemmer bedauert den Stellenabbau beim Seilbahnhersteller Doppelmayr und sieht die Regierung gefordert.
ÖGB-Landeschef Stemmer bedauert den Stellenabbau beim Seilbahnhersteller Doppelmayr.
ÖGB-Landeschef Stemmer bedauert den Stellenabbau beim Seilbahnhersteller Doppelmayr.

Der Wolfurter Seilbahnhersteller Doppelmayr baut wegen der Coronakrise weltweit 190 Stellen ab. Am Standort in Wolfurt sind 95 MitarbeiterInnen betroffen. „Was zu erwarten war, trifft nun leider ein – immer mehr Firmen müssen wegen wirtschaftlicher Probleme MitarbeiterInnen abbauen. Die Bundesregierung muss endlich alle Hebel in Bewegung setzen und eine Arbeitsmarktoffensive starten.“ Was Finanzminister Gernot Blümel heute bei seiner Budgetrede vorgestellt habe, sei lediglich ein „Wiederkäuen von bereits bekannten, angekündigten oder beschlossenen Maßnahmen“, ärgert sich Stemmer.

Wirtschaftsexperten haben es vorausgesagt: Die Arbeitslosigkeit wird ab dem Herbst wieder steigen und droht im kommenden Jahr neue Rekordwerte zu erreichen. „Das Kurzarbeitmodell war kurzfristig ein gutes Instrument, die Menschen in Beschäftigung zu halten. Auf Dauer müssen aber andere Maßnahmen getroffen werden“, ist Stemmer überzeugt. In der Rede von Finanzminister Blümel vermisste der ÖGB-Landesvorsitzende neue Ansätze zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. „Der Handlungsbedarf scheint trotz weiter steigender Arbeitslosenzahlen nicht erkannt worden zu sein“, kritisiert Stemmer. Aufgrund der düsteren Wirtschaftsaussichten müsse rasch gehandelt werden. „Es geht darum, die Situation am Arbeitsmarkt nicht völlig eskalieren zu lassen.“

Stemmer fordert eine bundesweite Arbeitsstiftung einzuführen, wo betroffene Beschäftigte übernommen, aus- und weitergebildet werden, damit sie konkrete Jobangebote aus anderen Branchen haben können. „Es braucht zudem Qualifizierungsprogramme, besonders für Langzeitbeschäftigungslose, Umschulungsprogramme und Sonderprogramme für Lehrlinge. Außerdem braucht es eine Investitionsoffensive der öffentlichen Hand beispielsweise in den öffentlichen Verkehr und in die Pflege sowie mehr Unterstützung für Gemeinden, um wichtige Kommunalprojekte realisieren zu können und Arbeitsplätze zu schaffen.“

Als wichtigen Impuls für die Wirtschaft fordert er weiterhin einen Corona-Tausender als Anerkennung für die ArbeitnehmerInnen, die unser Land während des Lockdowns am Laufen gehalten haben. Außerdem bleibt Stemmer bei der Forderung nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Arbeitseinkommens. „Diese Maßnahmen sind genau die Hebel, die betätigt werden müssen, um den ArbeitnehmerInnen und der Wirtschaft aus der Krise zu helfen und die Menschen vor Armut zu schützen!“

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