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Frauen

Änderungen im Gleichbehandlungsgesetz

Einkommenstransparenz, Ausweitung des Diskriminierungsverbotes

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Das neue Gleichbehandlungsgesetz trat mit 1. März 2011 in Kraft und bringt wesentliche Verbesserungen im Gleichstellungsbereich. Indem die Entgeltsysteme transparenter werden, soll mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung erreicht und die Einkommensschere von rund 25 Prozent zwischen Männern und Frauen reduziert werden. Entgeltdifferenzen, die keine sachliche Rechtfertigung haben, sollen besser aufgespürt und korrigiert werden. Diese nicht erklärbaren, diskriminierenden Einkommenunterschiede werden in Österreich mit 15-20 Prozent beziffert.

Konkret wurden drei zentrale Instrumente im Bereich der Einkommenstransparenz eingeführt, die das tief greifende "gender pay gap" Problem endlich wirksam bekämpfen sollen. Basierend auf der Sozialpartnervereinbarung zum NAP Gleichstellung wurden die Erstellung von Einkommensberichten und die Angabe des Mindestentgelts in Stelleninseraten gesetzlich verankert. Die dritte Maßnahme weitet die Rechte von Gleichbehandlungsanwaltschaft und GBK-Senaten aus, die bei vermuteter Entgeltdiskriminierung Einkommensdaten beim Sozialversicherungsträger anfragen können. Zudem gibt es Verbesserungen beim Diskriminierungsschutz und erhöhten Mindestschadenersatz bei Belästigung.

Gleichbehandlungsgesetz - Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Einkommensberichte für Unternehmen bestimmter Größe
  • Stellenausschreibungen - verpflichtende Angabe des Mindestentgelts und einer Bereitschaft zur Bezahlung über Kollektivvertrag
  • GAW und GBK-Senate - Entgeltauskunft vom SV-Träger in Verdachtsfällen
  • Änderung im Verfahrensrecht der GBK-Senate - Aufhebung der Vertraulichkeit ermöglicht AntragstellerInnen die Anwesenheit
  • Weisungsfreistellung der AnwältInnen für Gleichbehandlung
    Erhöhung des Mindestschadenersatzes bei Belästigung und sexueller Belästigung
  • Diskriminierungsschutz durch Assoziierung
  • Ausweitung des Diskriminierungsverbots außerhalb der Arbeitswelt beim Inserieren von Wohnraum

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