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Frauen

Einkommensschere wird zur Falle

Einkommenshürden gibt es schon beim Berufseinstieg

Im Verlauf ihres Arbeitslebens werden Frauen durch eine Vielzahl von Faktoren – bewusst oder unbewusst – benachteiligt, zum Beispiel gleich beim Berufseinstieg mit einer geringeren Entlohnung als ihre männlichen Kollegen. Fast die Hälfte aller berufstätigen Frauen arbeiten in Teilzeit.

Viele, weil sie aufgrund der Kinder- oder Pflegebetreuung keine andere Möglichkeit haben, andere, weil immer mehr Unternehmen, vor allem im Handel, nur noch Teilzeitjobs anbieten. Dem Equal Pay Day 2016 zufolge müssen weibliche Vollzeitbeschäftigte für gleichwertige Arbeit ein Minus von 22,36 Prozent hinnehmen. Diese und viele andere Faktoren führen in weiterer Folge dazu, dass die Frauenpensionen deutlich niedriger ausfallen als die der Männer.

Große Pensionslücke

Im Jahr 2015 betrug die durchschnittliche Alterspension eines Mannes 1.557 Euro, die einer Frau aber nur 944 Euro.  Frauen erhalten somit durchschnittlich über 40 Prozent weniger Pension als Männer. Das geht aus den Daten des diesjährigen "Equal Pensions Day" in Österreich, der am 27. Juli stattfand, hervor. An diesem Tag haben Männer bereits so viel Pension erhalten, wie Frauen erst bis Jahresende erreicht haben werden.

"Frauenpensionen steigen, wenn die Arbeitsbedingungen besser werden. Daher muss die Gleichstellungspolitik bei Arbeits- und Lohnbedingungen ansetzen, muss dafür sorgen, dass auch am Land genug ganztägige Kindergartenplätze vorhanden sind. Denn Niedrigeinkommen führen zu einer geringeren Pension und tragen dazu bei, dass deutlich mehr Frauen von Altersarmut betroffen sind als Männer. Die Einkommensschere wird also zur Pensionsfalle", betont Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende.

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Um die Einkommensschere zu schließen, fordern die ÖGB-Frauen ein Mindesteinkommen von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung und  mehr Einkommenstransparenz. "Zahlreiche Best-Practice-Beispiele bestätigen, dass Einkommensberichte gute Wirkung zeigen, wenn sich Geschäftsführung und Betriebsrat gemeinsam damit auseinandersetzen", so die ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende.

In vielen Bereichen haben BetriebsrätInnen bereits eine bessere Einstufung für Frauen erreicht. "Wir wissen aber auch, dass es Betriebe gibt, wo Beschäftigte über Einkommensberichte nicht informiert werden und diese stattdessen in der Schublade verschwinden. Daher ist die Forderung von Frauenministerin Sabine Oberhauser nach einer Offenlegung der Gehälter im Betrieb der richtige Weg, um tatsächliche Einkommensgerechtigkeit herzustellen", sagt Anderl.

 

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