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Frauen

Anton-Benya-Preise für die Förderung der Facharbeit vergeben

Auch bei guter Konjunktur muss aktive Arbeitsmarktpolitik oberste Priorität haben

Die große Bedeutung der Facharbeit bewusst zu machen, ist das Ziel der Anton-Benya-Preise, die heute zum 23. Mal vom Anton-Benya-Stiftungsfonds verliehen werden. Die diesjährigen Preise gehen u. a. an das Projekt Lehrlingsausbildung der Firma Pfnier & Co GmbH, an die Firma Kässbohrer Transport Technik, an die Firma Kostwein Maschinenbau GmbH, an den Verband der Ausbildungsleiter Oberösterreich und an die Kärntner LBS Villach Bürgerinitiative „Verbesserung der Lehrausbildung“. Insgesamt werden heuer 22 Preise vergeben.

   „An den Benya-Preisträgerinnen und -Preisträgern sieht man wieder einmal ganz deutlich, welche innovative Ideen von der Facharbeit kommen. Sie tragen dazu bei, dass junge Menschen die beste Ausbildung bekommen, die sie brauchen, und legen damit den Grundstein für ihren weiteren beruflichen Lebensweg“, sagte ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann vor der Preisverleihung im Wiener Rathaus. „Die heutigen PreisträgerInnen und viele andere Unternehmen zeigen, wie man dem Fachkräftemangel in Zukunft sinnvoll begegnen kann:  indem sie den Lehrlingen eine solide Ausbildung bieten. Sie bilden Lehrlinge aus, die sie brauchen. Oft sogar mehr, als sie brauchen. Und sie überlegen, was FacharbeiterInnen aber auch AusbildnerInnen in ihrem Betrieb brauchen. Das ist das beste Rezept gegen den Fachkräftemangel.  Werden junge Menschen gut ausgebildet und werden ArbeitnehmerInnen gute Arbeitsbedingungen geboten, braucht es keine Lockerung der Zugangsregelungen für Menschen aus Drittstaaten, wie es die Regierung plant.“

   Schumann: Menschen durch gezielte Aus- und Weiterbildung Perspektive geben

   Außerdem würden viele überbetriebliche Lehrausbildungen für Fachkräfte sorgen und damit die Lücke schließen, die durch den bedauerlichen Rückgang von betrieblichen Ausbildungsplätzen entstanden ist, so Schumann: „Wie wichtig eine solide Grundausbildung ist, zeigt die Arbeitslosenstatistik. 20 Prozent der Menschen, die nur einen Pflichtschulabschluss haben, sind arbeitslos. Haben sie einen Lehrabschluss liegt die Quote bei nur mehr 5,5 Prozent. Auch bei guter Konjunktur muss aktive Arbeitsmarktpolitik weiterhin oberste Priorität haben. Denn nur durch gezielte und qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung können wir Menschen am Arbeitsmarkt eine Perspektive geben.“

   Es ist besonders wichtig, dass die Facharbeit endlich auch jene gesellschaftliche Anerkennung erfährt, die sie in ihrer großen Bedeutung verdient, betonte die ÖGB-Vizepräsidentin und zitierte abschließend Anton Benya, langjähriger ÖGB-Präsident und Stifter der heute verliehenen Preise: „Wir müssen uns mit aller Kraft für die Jugendbeschäftigung einsetzen, denn wir können es der Jugend nicht verübeln, dass sie Kritik an einer Gesellschaft übt, die arbeitswilligen jungen Menschen keine Arbeitsmöglichkeit bietet.“

 

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