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Frauen

Schumann: Nur 6 Prozent der Väter bezogen 2017 Familienzeitbonus

Regierung muss für gleiche Chancen von Müttern und Vätern sorgen

Es ist bedauerlich, dass in Österreich nur rund 6 Prozent der Väter den Familienzeitbonus in Anspruch genommen haben“, verweist Korinna Schumann, Vizepräsidentin des ÖGB, auf zirka 73.000 Geburten zwischen März und Dezember 2017, wovon nur für 4.408 Kinder der Familienzeitbonus in Anspruch genommen wurde. „Ein wesentlicher Grund für diese niedrige Zahl ist sicherlich, dass es in der Privatwirtschaft keinen Rechtsanspruch auf einen Papamonat gibt und viele Väter darauf angewiesen sind, dass der Arbeitgeber einer einmonatigen Dienstfreistellung zustimmt“, so Schumann.

Damit zukünftig mehr Väter nach der Geburt bei Kind und Mutter bleiben können, fordert die ÖGB-Vizepräsidentin daher „für alle Väter einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Papamonat inklusive Kündigungsschutz.“ Als wichtiges Vorbild nennt Schumann den öffentlichen Dienst, wo es bereits einen Rechtsanspruch auf den Papamonat gibt.
 
Gleiche Chancen für Mütter und Väter

„Die Regierung sollte auch vermehrt Anreize setzen, damit sich Väter die Karenz mit der Mutter teilen können“, fordert Schumann. „Eine gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten ist daher ebenso unverzichtbar wie der gesetzliche Rechtsanspruch auf den Papamonat.“ Zusätzlich wären dies wichtige Schritte, um die Karenz für Väter allgemein attraktiver zu machen, denn laut aktueller Statistik ist die Zahl der Männer, die in Karenz gehen, 2017 auf 3,8 Prozent gesunken. „Alle Mütter und Väter haben ein Recht auf die gleichen Chancen“, betont Schumann abschließend.
 

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