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Frauen

Frauen wollen selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten

ÖGB-Frauen fordern Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz

„Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht in Österreich eingeführt und der Grundstein für ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben gelegt. Viel wurde seitdem erreicht, am Ziel sind wir aber noch lange nicht. Frauen spüren auch heute einen Gegenwind, wenn sie gleiche Rechte einfordern“, betont Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März. „Frauen müssen auch heute unbedingt ihr Wahlrecht nutzen. Denn nur wer selbst wählt, kann auch mitbestimmen.“

„Wir brauchen ein modernes Frauen-, Familien- und Gesellschaftsbild für eine gerechtere und partnerschaftliche Verteilung von Macht, Einkommen und Arbeit“, betont Schumann und erteilt all jenen eine klare Absage, die wieder zurück wollen zum traditionellen Rollenbild mit der Aufgabenteilung: Frau am Herd, Mann in der Arbeit. „Wir schreiben das Jahr 2019 und Frauen wollen selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten, welche Lebensform sie wählen und wie sie Beruf und Familie vereinbaren. Auf die Unterstützung in ihrem Kampf für Gerechtigkeit können sie genauso wie bisher auf die Unterstützung des ÖGB und der Gewerkschaften zählen. Wir werden unsere hart erkämpften Rechte verteidigen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen weiter vorantreiben.“

Statt einer Politik, die nur der Wirtschaft dient, ist es höchst an der Zeit, Frauen und ihre Anliegen in den Fokus zu rücken. Denn nach wie vor verdienen sie weniger als Männer, bekommen weniger Pension, arbeiten oft unfreiwillig in Teilzeit und sind besonders von Altersarmut betroffen. „Es muss dafür gesorgt werden, dass mehr Vollzeitarbeitsplätze angeboten und Frauen gerecht entlohnt werden und eine echte Wahlfreiheit haben. Echte Wahlfreiheit bedeutet auch, dass es genügend Betreuungsplätze sowohl für Kinder als auch für pflegedürftige Menschen gibt, damit niemand aus dem Berufsleben oder in die Teilzeit gedrängt wird“, betont die ÖGB-Vizepräsidentin. Die ÖGB-Frauen fordern bessere Arbeitsbedingungen in der der Elementarpädagogik und im Pflegebereich und einen Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind und auf Pflegekarenz – und Teilzeit.

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