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Frauen

ÖGB-Schumann fordert flächendeckende gratis Sommerbetreuung für Kinder

Freizeitbetreuung muss aufgrund von Corona im Sommer in ganz Österreich angeboten werden, um Kinder zu fördern und Eltern zu entlasten

Der Sommer rückt näher – die Kindergärten und Schulen werden ab Mitte Mai Schritt für Schritt wieder aufsperren. Während Kinder sich sonst bereits auf die Sommerferien freuen, ist dieses Jahr wegen des Coronavirus alles anders. „Für berufstätige Eltern, vor allem Frauen, ist die Kinderbetreuung in allen Ferien eine organisatorische Herausforderung – jetzt allerdings ganz speziell. Seit Wochen haben Kinder ihre Freunde nicht gesehen und Eltern verzweifeln an der Doppelbelastung von Job und Bildungsarbeit.  Wir brauchen daher unbedingt ein flächendeckendes und beitragsfreies Freizeitangebot für Kinder in ganz Österreich für die Sommerferien, um Kinder zu fördern und Eltern zu entlasten“, fordert ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann.

Alle Kinder müssen gleiche Chancen haben

Die aktuelle Situation sei für Eltern und Kinder gerade enorm belastend. „Viele der Familien wohnen auf engstem Raum in kleinen Wohnungen – nicht jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, einen Schreibtisch bzw. verfügt über einen eigenen Laptop oder die benötigte digitale Ausstattung“, so Schumann. Die Kinder lernen also unter erschwerten Bedingungen – viele Kinder hinken hinterher und verpassen wertvolle Zeit. Es brauche daher eine Lern-Unterstützung für die Kinder über den Sommer, damit sie die Möglichkeit haben, versäumten Stoff nachzuholen – dazu sozialen Kontakt mit Gleichaltrigen, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. „Alle Kinder müssen die gleichen Chancen und ein Recht auf einen Zugang zu Bildung haben“, betont die Vizepräsidentin. Als Beispiel gelten hier beispielsweise die Summer City Camps – das Sommerferien-Betreuungsangebot der Stadt Wien.

Eltern brauchen dringend Entlastung

Großeltern, die sonst zur Verfügung stehen, fallen als Betreuungspersonen aus, da sie zur Risikogruppe zählen und hier eine Ansteckung verhindert werden muss. Die Kinderbetreuung, die Bildungsarbeit und die eigenen Jobs müssen von den Eltern trotzdem irgendwie unter einen Hut gebracht werden. „Eltern sind aufgrund von Corona an ihrer Belastungsgrenze. Viele sind dazu in Kurzarbeit oder im schlimmsten Fall sogar in die Arbeitslosigkeit geschlittert und haben dadurch massive finanzielle Einbußen – diese Eltern können sich jetzt keine teuren Ferienangebote leisten. Es braucht daher ein kostenloses Angebot in ganz Österreich“, so Schumann

 

 

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