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Frauen

Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz ab 1. Geburtstag

Sozialpartnerinnen und IV fordern gemeinsam bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die coronabedingte Schließung von Kindergärten und Schulen hat viele Eltern im Frühjahr vor schwierige Herausforderungen gestellt. Jetzt herrscht kurz nach Schulbeginn schon wieder Corona-Chaos und Eltern wissen nicht, wie sie die Kinderbetreuung sicherstellen sollen.

Die Sozialpartnerinnen haben sich daher mit der Industriellenvereinigung zusammengetan und ein gemeinsames Forderungspapier zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickelt – zentrale Forderung: ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag.

Pressegespräch mit Andrea Schwarzmann (Bundesbäuerin/ Landwirtschaftskammer), Renate Anderl (Präsidentin Arbeiterkammer), Martha Schulz (Vize-Präsidentin Wirtschaftskammer), Christoph Neumayer (Generalsekretär Industrielenvereinigung), Korinna Schumann (ÖG Pressegespräch mit Andrea Schwarzmann (Bundesbäuerin/ Landwirtschaftskammer), Renate Anderl (Präsidentin Arbeiterkammer), Martha Schulz (Vize-Präsidentin Wirtschaftskammer), Christoph Neumayer (Generalsekretär Industriellenvereinigung), Korinna Schumann (ÖGB-Vizepräsidentin).

Es braucht Planungssicherheit

Arbeitgeber und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Beschäftigten in der Kinderbetreuung brauchen gerade jetzt dringend mehr Planungssicherheit und verlässliche Lösungen. Die Regierung liefert Eltern oft irreführende Informationen, beispielsweise bei der Sonderbetreuungszeit, für die es immer noch keinen Rechtsanspruch gibt, wie von den Gewerkschaftsfrauen seit Monaten gefordert. 

Nach wie vor wird die Kinderbetreuung in allen Bundesländern anders geregelt. Gerade bei der Elementarpädagogik im Kindergarten braucht es neben dem Rechtsanspruch auf den Kindergartenplatz dringend auch ein bundeseinheitliches Rahmengesetz, um eine einheitliche und hohe Mindeststandards zu gewährleisten.

Wir müssen das Thema jetzt angehen und anpacken. Es muss sich etwas ändern, damit wir für die nächsten Monate aber auch langfristig gut aufgestellt sind", fordert ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann im Rahmen des gemeinsamen Pressegesprächs aller Sozialpartnerinnen und der Industriellenvereinigung.

Das Ö1-Journal um 8 berichtete:

Frauen sind unverzichtbar für den Arbeitsmarkt

Die Leidtragenden der mangelnden Kinderbetreuung sind meist Frauen. Sie sind allerdings besser gebildet als jemals zuvor und unverzichtbar für den Arbeitsmarkt. Um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können, braucht es daher flächendeckende, günstige und qualitätsvolle Kinderbetreuungsangebote in ganz Österreich. Nur so können Frauen nach der Karenz schneller an den Arbeitsplatz zurückkommen, was sich auf ihre Erwerbskarrieren, ihr Einkommen und ihre Pension positiv auswirkt

Nurith Wagner-Strauss  „Wir müssen das Thema jetzt angehen und anpacken. Es muss sich etwas ändern, damit wir für die nächsten Monate aber auch langfristig gut aufgestellt sind", fordert ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann.

Es braucht mehr finanzielle Mittel

EU-Staaten investieren im Durchschnitt 1 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in Kindergärten – Österreich hat hier massiven Nachholbedarf. Die Sozialpartnerinnen und Industriellenvereinigung fordern daher eine rasche Aufstockung der finanziellen Mittel und ein konkretes Finanzierungsmodell, damit Österreich hier nicht noch weiter zurückfällt.

Auch die Wirtschaft würde massiv profitieren, denn Investitionen in den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen sind ein Beschäftigungs- und Konjunkturmotor. Zudem stärken sie den ländlichen Raum, denn neben der Verfügbarkeit von attraktiven Arbeitsplätzen, insbesondere für gut gebildete Frauen, ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Faktor, um Abwanderung entgegen zu wirken.

Hier gehts zum gesamten Forderungspapier für eine bessere Verinbarkeit von Familie und Beruf.

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