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EU-Kommission schreibt schnelle wirtschaftliche Erholung ab

Kurzarbeitsregelungen in Österreich werden positiv hervorgehoben


In der am 05. November vorgestellten Herbstprognose 2020 schreibt die EU-Kommission eine schnelle Erholung der europäischen Wirtschaft ab. Ganz im Gegenteil, geht sie nach dem schweren Schock, ausgelöst durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in der ersten Jahreshälfte 2020 und der anschließenden kurzen Erholung im dritten Quartal aufgrund der schrittweisen Lockerungen, erneut von „wirtschaftlichen Störungen“, aufgrund des „Wiederaufflammens der Pandemie“, in allen Mitgliedstaaten aus. 

„Es wird zwei Jahre dauern, bis die europäische Wirtschaft ihren Stand vor der Pandemie wieder erreicht. Angesichts der derzeit sehr großen Unsicherheit muss die nationale Wirtschafts- und Finanzpolitik weiterhin Unterstützung leisten, während NextGenerationEU in diesem Jahr verabschiedet und im ersten Halbjahr 2021 wirksam umgesetzt werden muss“, kommentierte der zuständige EU-Kommissar für Wirtschaft, Paolo Gentiloni, die diesjährige Prognose. 
 
Österreichs Kurzarbeitsmodell als Erfolgsmodell 

In der Herbstprognose 2020 wird davon ausgegangen, dass die Wirtschaft des Euro-Währungsgebiets 2020 um 7,8% schrumpfen und 2021 ein Wachstum von 4,2% bzw. 2022 von 3% verzeichnen wird. Das EU-BIP insgesamt dürfte 2020 um 7,4 % schrumpfen und es wird 2021 mit einem Wachstum von 4,1% und 2022 von 3% gerechnet. Für Österreich wird in diesem Jahr ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,1% prognostiziert. Nächstes Jahr soll die heimische Wirtschaft um 4% wachsen, 2022 um 2,5%. Im Kommissionsdokument zu Österreich wird weiter festgehalten, dass die Arbeitslosenquote in der ersten Hälfte des Jahres 2020 gestiegen ist und im Juni 6,2% betrug, bevor sie im August auf 5,4% fiel. Die Kurzarbeitsregelungen haben jedoch dazu beigetragen, die Auswirkungen des Wirtschaftsabschwungs auf den Arbeitsmarkt, trotz des starken Rückgangs der Arbeitsstunden, abzuschwächen.
 
Spanien wird größter Wirtschaftseinbruch vorhergesagt 

Große Mitgliedstaaten wie Frankreich, Italien und Spanien waren und sind besonders stark von der Pandemie betroffen. Für Spanien sagt die EU-Behörde dieses Jahr das größte Minus von 12,4% voraus. Auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt rechnet die EU-Kommission erst ab 2022 wieder mit einer Entspannung der Lage. Lag die Erwerbslosenrate in der EU im vergangenen Jahr noch bei 6,7%, werden nun für 2020 7,7% und für 2021 dann 8,6% vorhergesagt. 2022 dürfte sie dann auf 8,0% zurückgehen.

Nächste Schritte 

Die nächste Prognose der Europäischen Kommission wird die Winterprognose 2021 mit aktualisierten BIP- und Inflationsprognosen sein, die im Februar 2021 vorgelegt werden soll.
 
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