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Gewerkschaftliches Engagement in Namibia unterstützt

Verhandlungen zur Ratifizierung der Hausangestelltenkonvention

Vor rund einem Jahr hat die Internationale Arbeitskonferenz der ILO die Hausangestelltenkonvention beschlossen, nun haben die Verhandlungen über die Umsetzung der Konvention in Österreich begonnen. "Ich hoffe, dass eine Ratifikation noch bis Jahresende möglich sein wird", so ÖGB-Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht.  Mindestens zwölf Staaten werden die Konvention im Jahr 2012 ratifizieren. Ruprecht: "Es würde die Dringlichkeit der Verbesserung der sozialen Lage der Hausangestellten weltweit unterstreichen, wenn auch Österreich heuer noch zu dieser Gruppe stößt."

In vielen Ländern werden Hausangestellte nicht vom Arbeitsrecht erfasst und sind nicht in die Sozialversicherung einbezogen, das soll sich mit der im Juni 2011 verabschiedeten ILO-Konvention 189 ändern. Ruprecht: "Da die meisten Beschäftigten im häuslichen Bereich junge Frauen sind, stellt die Konvention auch einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung und zur Bekämpfung von Missbrauch und häuslicher Gewalt dar. Selbst in Österreich, wo Hausangestellte dem Arbeitsrecht unterliegen, ist Handlungsbedarf gegeben. Insbesondere brauchen wir eine klarere gesetzliche Definition von wöchentlicher Arbeitszeit, Arbeitsbereitschaft und Ruhezeit. Hier muss unsere Gesetzeslage rasch an die Konvention angepasst werden." In Österreich arbeiten offiziell rund 11.000 Menschen als Hausangestellte, darüber, wie viele informell beschäftigt werden, gibt es keine Schätzungen.

Auch international solidarisch

Hausangestellte zählen traditionell zu den am meisten ausgebeuteten Berufsgruppen in den Ländern des südlichen Afrika, die jahrzehntelang von der Politik der Apartheid geprägt waren. Viele Hausangestellte sind noch minderjährig. Gemeinsam mit der Stadt Wien und der Österreichischen Namibia-Gesellschaft unterstützt der ÖGB daher Bemühungen zur Neugründung der Hausangestelltengewerkschaft in Namibia. "Die Verbesserung ihrer Stellung, die Aufklärung über die ihnen zustehenden Rechte und ihr organisatorischer Zusammenschluss sind wichtige Schritte im Rahmen der Umsetzung der von der ILO beschlossenen Hausangestelltenkonvention", sagt Brigitte Ruprecht.

In Namibia, dessen Regierung sich sehr für das Zustandekommen der Konvention einsetzte, hat sich mittlerweile auch ein Arbeitgeberverband für den Bereich Hausangestellte gegründet, sodass in Zukunft erstmals Kollektivverhandlungen geführt werden können. Von der Regierung wurde eine Kommission ins Leben gerufen, Libertina Amathila, die frühere stellvertretende Ministerpräsidentin Namibias, führt darin den Vorsitz. Arbeitgeber und Gewerkschaften beraten in der Kommission über eine Verbesserung der Situation der Hausangestellten.

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