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vida: Sechs neue 1.500-Euro-Mindestlöhne ab 2018

165.000 ArbeitnehmerInnen erreichen erstmals den Mindestlohn

Über 165.000 ArbeitnehmerInnen aus Verkehrs- und Dienstleistungsbranchen, für welche die Gewerkschaft vida Kollektivvertragsverhandlungen führt, erhalten oder überschreiten ab 2018 den monatlichen 1.500-Euro-Brutto-Mindestlohn. Davon werden alleine im Bereich der Beherbergung und Gastronomie rund 120.000 Beschäftigte erstmals den Mindestlohn erhalten.

Ab 1. Jänner 2018 wird der Mindestlohn im Bereich der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung, im Bewachungsgewerbe sowie für das Apothekenhilfspersonal, die ArbeiterInnen im Güterbeförderungsgewerbe und in Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen wirksam. Mit 1. Mai 2018 folgen die ArbeiterInnen im Hotel- und Gastgewerbe.

„Wir begrüßen unsere ‚KV-Neujahrsbabys‘ 2018 und freuen uns auf ihr zügiges Wachstum in Richtung eines Mindesteinkommens von 1.700 Euro brutto“, formuliert vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit die Ziele der Gewerkschaft für die zukünftige Kollektivvertragspolitik. 

„Von Arbeit muss man gut leben können. Das muss selbstverständlich werden. Für viele ArbeitnehmerInnen in unserem Land trifft das aber noch nicht zu“, sagt der vida-Gewerkschafter. „Viele Beschäftigte, die wir als Gewerkschaft vida vertreten, arbeiten im Niedriglohnbereich. Es muss möglich werden, dass auch sie ein Einkommen haben, von dem man nicht nur irgendwie überleben, sondern in Würde leben kann. Dazu muss Einkommen reinkommen. Wir haben 2017 erfolgreich dafür gekämpft, dass die kollektivvertraglichen Mindestlöhne, die noch unter 1.500 Euro liegen, so rasch wie möglich angehoben werden – in fast allen Branchen ist uns das gelungen. 2018 werden diesen Pfad konsequent weiter beschreiten“, so Hebenstreit.

In mehreren Schritten wird der Mindestlohn von 1.500 Euro auch bei FriseurInnen (ab 1. April 2019) bzw. FriseurInnen-Hilfskräften (ab 1. April 2020) sowie im Kleintransportgewerbe (ab 2020) erreicht.

Schon zu Beginn bzw. im Lauf des Jahres 2017 gelang es der Gewerkschaft vida die Mindestlöhne in folgenden Kollektivverträgen auf 1.500 brutto anzuheben: Rotes Kreuz und BARS (Rettungs- und Sanitätsberufe), konfessionelle Alten- und Pflegeheime, Ordensspitäler Österreichs, Schädlingsbekämpfung, Speditions- und Lagereibetriebe, Lagerhäuser Kärnten und Warenhandels GmbH, Wiener Hafen (ArbeiterInnen), Flughafen-ArbeiterInnen, Privatkrankenanstalten und Internationale Schlafwagen- und Touristik GmbH.

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