Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
www.mitgliederservice.at

Geld zurückholen

Seit 2017 funktioniert der Lohnsteuerausgleich automatisch

Wer wenig verdient oder nicht das ganze Jahr arbeitet, profitiert von der ArbeitnehmerInnenveranlagung besonders häufig. Die Einkünfte werden auf das ganze Jahr verteilt und zu viel bezahlte Lohnsteuer wird zurückbezahlt. Für Teilzeitbeschäftigte, Lehrlinge, FerialjobberInnen, MindestpensionistInnen und jene, die während des Jahres in Karenz gegangen sind, lohnt sich eine ArbeitnehmerInnenveranlagung fast immer.

Wann und Wie

Durchgeführt werden kann die ArbeitnehmerInnenveranlagung für ein Veranlagungsjahr immer am Anfang des darauffolgenden Jahres und bis zu fünf Jahre rückwirkend. Ein Lohnsteuerausgleich ist möglich, sobald der Jahreslohnzettel des Arbeitgebers beim Finanzamt aufliegt. Den muss der Arbeitgeber bis spätestens Ende Februar einreichen. Für 2017 können Sie also in jedem Fall Ende Februar Ihre Arbeitnehmerinnenveranlagung durchführen. Sie können Ihren Antrag entweder elektronisch über Finanz Online übermitteln, mit dem Formular L 1 (gegebenenfalls mit Beilage L 1k, L 1ab, L 1i) per Post senden oder persönlich bei Ihrem Finanzamt abgeben.

Steuergutschrift

Aber auch wer keine Lohnsteuer zahlt – das betrifft Einkommen unter 12.600 Euro/jährlich – bekommt Geld vom Finanzamt zurück. 50 Prozent der bezahlten Sozialversicherungsbeiträge werden als Steuergutschrift (max. 400 Euro) zurückbezahlt. Wer Anspruch auf Pendlerpauschale und Pendlereuro hat, kann die Steuergutschrift sogar noch auf bis zu 500 Euro erhöhen. Das Maximum für PensionistInnen liegt bei 110 Euro.

Pendlerpauschale

Das Pendlerpauschale können Sie bei Ihrem Arbeitgeber mittels Pendlerrechner beantragen. Wenn der Arbeitgeber das Pendlerpauschale berücksichtigt, muss diese bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung nicht mehr geltend gemacht werden. Wurde das Pendlerpauschale bei der laufenden Lohnverrechnung nicht berücksichtigt, können Sie diese bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung anführen.

Geld kommt automatisch

Seit 2017 muss man die ArbeitnehmerInnenveranlagung nicht mehr unbedingt selbst durchführen. Das Finanzamt erledigt das automatisch, sofern man bis Mitte des Jahres nicht selbstständig eine ArbeitnehmerInnenveranlagung einreicht. Weitere Voraussetzungen sind, dass man neben seinem Dienstverhältnis, keine Nebeneinkünfte hat, nicht mehrere lohnsteuerpflichtige Einkommen nebeneinander bezieht und sich aufgrund der Datenlage beim Finanzministerium eine Steuergutschrift ergibt. Auch werden bestimmte Sonderausgaben wie Spenden oder Kirchenbeiträge automatisch an das Finanzamt übermittelt und mit einbezogen. Wer die Steuergutschrift automatisch bekommt, sollte die im Bescheid vermerkten Kontodaten kontrollieren und gegebenenfalls berichtigen, damit das Geld auch sicher ankommt.

Wer zusätzliche Werbekosten, Sonderausgaben, Kinderabsetzbeträge usw. geltend machen möchte, kann nach wie vor selbstständig seine ArbeitnehmerInnenveranlagung machen, auch rückwirkend bis zu fünf Jahre. Sollte das Finanzamt schneller sein, können andere Kosten und Absetzbeträge auch nachträglich eingereicht werden.
 

Artikel weiterempfehlen