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In Ausbildungs-Pflicht nehmen

GPA-djp: Ausbildungsfonds gefordert - "ausbildungsfaule" Betriebe sollen einzahlen

"Es gibt in Wien über 40.000 Betriebe, die für eine Lehrausbildung in Frage kämen, jedoch nicht einmal 4.000, die tatsächlich Lehrlinge ausbilden", so Peter Pick, Jugendvorsitzender der GPA-djp Wien: "Das heißt: Gerade einmal neun Prozent nehmen ihre Verantwortung wahr, jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen." In Wien gibt es über 97.000 aktive Mitglieder der Wirtschaftskammer. 57.000 von ihnen sind laut Berechnungen der GPA-djp Jugend Wien als so genannte EPU (Ein-Personen Unternehmen) von den möglichen Ausbildungsbetrieben bereits abgezogen, weil sonst das Versagen der Wirtschaftspolitik von WK-Präsidentin Jank noch deutlicher zum Vorschein käme, wie Pick vermutet.

Allein im Wiener Handel ist die Ausbildungsquote in den vergangenen 30 Jahren um mehr als 60 Prozent gesunken. "Ein gewaltiger Rückgang, obwohl gerade die Handelskonzerne immer mehr Geld scheffeln - ein Affront gegenüber den Menschen in dieser Stadt, die beweist, dass die Wirtschaft immer dann ruft, wenn es um Förderungen geht, aber auf taub schaltet, wenn sie Verantwortung für junge Menschen und für die gesellschaftliche Entwicklung übernehmen soll. Daher fordern wir als Gewerkschaftsjugend die Einführung eines Ausbildungsfonds", erklärt Pick abschließend: "Betriebe, die alle Möglichkeiten und Voraussetzungen hätten, um Lehrlinge auszubilden, diese Aufgabe aber nicht wahrnehmen, müssen einen finanziellen Beitrag für die Lehrausbildung leisten. Aus dem Topf, in den sie einzahlen, sollen jene Unternehmen gefördert werden, die Lehrplätze anbieten. Ausbildungsfaule Betriebe sollen einen Beitrag leisten, wenn sie schon keine persönliche Verantwortung übernehmen wollen!"

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