Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung. Datenschutz
www.oegb.at

Kürzer arbeiten

38,5-Stunden-Woche darf nicht zu größerer Einkommensschere führen

"Die ÖGB-Frauen stehen voll und ganz hinter den aktuell diskutierten Plänen zur Arbeitszeitverkürzung. Von einer auf 38,5 Stunden reduzierten gesetzlichen Wochenarbeitszeit würden besonders Frauen profitieren. Denn in den wenigen Branchen, wo die Kollektivverträge noch 40 Wochenstunden vorsehen, sind überdurchschnittlich viele Frauen beschäftigt, zum Beispiel in der Gastronomie, aber auch in Teilen der Reinigung und der Textilindustrie", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht. Da es sich dabei auch um klassische Niedriglohnbranchen handelt, muss bei der Arbeitszeitverkürzung auf den vollen Lohnausgleich geachtet werden, denn sonst geht die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern noch weiter auseinander."

Bei kürzerer Arbeitszeit wird es auch mehr Frauen möglich sein, Vollzeitstellen anzunehmen. "Derzeit arbeiten viele Frauen unfreiwillig Teilzeit, etwa wegen fehlender Kinderbetreuungsplätze oder weil die Wirtschaft ihnen nur Teilzeitjobs anbietet", sagt Ruprecht. In den Bereichen, wo Menschen freiwillig ihre Arbeitszeit verkürzen und nur Teilzeit arbeiten wollen, fehlen hingegen entsprechende Angebote der Wirtschaft: "In gut bezahlten und hoch qualifizierten Tätigkeiten ist das Teilzeit-Job-Angebot bei Null", kritisiert Ruprecht. Ebenfalls notwendig: Wer freiwillig auf Teilzeit wechselt, sollte auch das Recht bekommen, nach einer gewissen Zeit zur Vollzeit zurückzukehren.

Recht auf Elternteilzeit in allen Betrieben

Auch in einem weiteren Bereich sperrt sich die Wirtschaft gegen bessere Teilzeitangebote, nämlich bei der Elternteilzeit. "Es ist Zeit für Elternteilzeit für alle Eltern, nicht nur für diejenigen, die zufällig in einem Großbetrieb arbeiten", so die ÖGB-Frauenvorsitzende. Der ÖGB fordert daher Anspruch auf Elternteilzeit für alle Väter und Mütter unabhängig von Betriebsgröße und Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Weitere Forderungen der ÖGB-Frauen

  • Mindesteinkommen von 1.300 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung
  • die volle Anrechnung der gesetzlichen Karenzzeit auf alle Ansprüche
  • Arbeit neu bewerten, damit gleichwertige Arbeit gleich entlohnt wird
  • Ausbau qualitätsvoller Kinderbetreuung und längere Öffnungszeiten
  • Einführung eines bezahlten Papamonats

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt