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Ausbildungsverweigerer

90 Prozent der Wiener Wirtschaft ohne Lehrlinge - ÖGJ fordert Fachkräftemilliarde

"Die Bereitschaft der Wiener Wirtschaft, Lehrlinge auszubilden, nimmt ab. Nicht einmal zehn Prozent der Betriebe, die theoretisch für die Lehrlingsausbildung in Frage kämen, bilden auch tatsächlich aus", kritisiert Christoph Paar, Vorsitzender der Wiener Gewerkschaftsjugend (ÖGJ Wien). Trotzdem jammert die Wirtschaft über fehlende Fachkräfte. "Doch wer gut ausgebildete Fachkräfte will, muss treffsicher in die Ausbildung investieren. Und weil die Unternehmen freiwillig immer weniger ausbilden, hat die ÖGJ ein Modell entwickelt, wonach die Unternehmen ein Prozent der Bruttolohnsumme einzahlen müssen", sagt Paar. Aus den zur Verfügung stehenden Mittel kann dann nicht nur die Lehrstellenförderung, sondern auch die überbetriebliche Lehrausbildung sowie die Weiterqualifizierung von ArbeitnehmerInnen finanziert werden.

Geld aus der Fachkräftemilliarde soll dann an jene Unternehmen fließen, die Lehrlinge ausbilden. Dadurch würden alle Unternehmen solidarisch zur Ausbildung künftiger Fachkräfte beitragen - jener Fachkräfte, die sie selbst dringend brauchen. Außerdem sollen aus der Fachkräftemilliarde die Plätze in überbetrieblichen Ausbildungsplätzen finanziert werden, die derzeit der Bund (über das AMS) finanziert. Ersparnis für die SteuerzahlerInnen: 150 Millionen Euro pro Jahr. "Wir erwarten aber auch, dass wegen der Förderungen künftig mehr Unternehmen selbst ausbilden und daher weniger Plätze in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen notwendig sein werden", sagt Paar.

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