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Nein zu Studiengebühren

GPA-djp: Bildung muss für alle frei und ohne Hürden zugänglich sein

"Im Studiengang Bildungswissenschaft bekommt man auch an der Universität Wien gelehrt, dass Bildung allen frei zugänglich sein sollte. Zwischen Theorie und Praxis liegen hier aber offensichtlich Welten", kritisiert Nikola Poljak, Studierendenvorsitzender der GPA-djp Wien, die Entscheidung der Universität Wien, ab dem kommenden Semester autonom Studiengebühren einzuheben.

Mehr als zwei Drittel der Studierenden müssen nebenbei arbeiten, um sich ihr Studium finanzieren zu können. Viele der so bezeichneten "Bummelstudenten", denen ab Herbst in Wien Studiengebühren vorgeschrieben werden, überschreiten die Mindestzeit deswegen um mehr als zwei Semester, weil ihnen aufgrund ihrer Vollzeitbeschäftigung Zeit fehlt, andere wiederum bekommen nicht die notwendigen Praktikumsplätze, gibt Poljak zu bedenken. "Anstatt dass sich unser Bildungssystem in die Richtung von mehr Gerechtigkeit bewegt, werden wieder einmal ausgerechnet jene bestraft, die es ohnehin schon schwer haben, überhaupt erst einmal bis zur Universität zu kommen. Vor allem für Kinder aus sozial schwachen Familien stellen Studiengebühren sowohl eine symbolische als auch finanzielle Hürde dar. Durch unbezahlte Praktika und Nebenjobs ist es für ArbeiterInnenkinder ohnehin schon schwer genug, sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren", führt Carina Köpf, Jugendsekretärin der GPA-djp Wien, weiter aus. "Durch die Einführung von Studiengebühren auch für Nicht-EU BürgerInnen kommen wiederum Menschen zu kurz, die unsere Unterstützung besonders brauchen", ärgert sich Poljak: "Österreich erschwert damit die Entwicklung von Ländern, in denen wenig Menschen Zugang zur Bildung haben und verzichtet gleichzeitig auf angehende AkademikerInnen, die ihr Leben in Österreich verbringen wollen."

Die Studierenden in der GPA-djp bleiben deshalb bei ihrer Forderung: "Bildung muss für alle frei und ohne jegliche Hürden zugänglich sein, auch die Politik darf sich ihrer Verantwortung nicht entziehen." Die Uni Wien fühle sich wie alle Universitäten von der Politik im Stich gelassen, so Poljak und Köpf abschließend: "Die Proteste gegen die Möglichkeit, autonom Studiengebühren einführen zu können, müssen sich vor allem gegen den Wissenschaftsminister richten."

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