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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Richtungsweisender Kollektivvertragsabschluss

Hotel- und Gastgewerbe: Einigung auf neues Lohnschema, Mindestlohn 1.400 Euro

Die Sozialpartner im Hotel- und Gastgewerbe, die Gewerkschaft vida und die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, haben sich gestern Nachmittag nach mehreren intensiven Verhandlungsrunden auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe geeinigt. Demnach gilt rückwirkend mit 1. Mai 2015 ein kollektivvertraglicher Mindestlohn von 1.400 Euro, im Bundes-Durchschnitt steigen die Löhne in allen Positionen um 2,35 Prozent. Die Lehrlingsentschädigungen erhöhen sich um durchschnittlich 3,48 Prozent. Die Lehrlingsentschädigungen im Detail: Im 1. Lehrjahr gibt es 625 Euro, im 2. Lehrjahr 695 Euro, im 3. Lehrjahr 830 und im 4. Lehrjahr 910 Euro.

Startschuss für ein neues Lohn- und Gehaltssystem im Hotel- und Gastgewerbe

"Mit diesem Abschluss wird der Grundstein für ein modernes und transparentes Entlohnungssystem im Hotel- und Gastgewerbe gelegt", freuen sich die Chefverhandler, der Vorsitzende für den Fachbereich Tourismus der Gewerkschaft vida Berend Tusch und Fachverbandsobmänner Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser. Gemeinsam implementieren die Sozialpartner per 1. Mai 2015 ein neues 5-stufiges Festlohnsystem in Wien, Niederösterreich und in der Steiermark. In allen übrigen Bundesländern erfolgt die Umstellung auf dieses neue System schrittweise. "Das Festlohnsystem garantiert den Beschäftigten ein höheres Grundgehalt und sie sind nicht mehr abhängig vom Umsatz, der mit dem Verkauf von Speisen und Getränken erzielt wird. Für die Beschäftigten bedeutet das, dass sie am Anfang des Monats wissen, was sie am Monatsende bekommen und sie können so besser planen", freut sich Tusch.

Längerer Durchrechnungszeitraum für Überstunden in Jahresbetrieben

Auch rahmenrechtlich bringt der neu ausverhandelte Kollektivvertrag einige Änderungen: So wird der Durchrechnungszeitraum für Vollzeitbeschäftigte in Jahresbetrieben von 13 auf 26 Wochen ausgedehnt. Damit können Betriebe besser auf ein planbares Gästeaufkommen reagieren.

Bekenntnis zur Änderung bei Nachtruhe

Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter haben sich zudem darauf geeinigt, dass die nächtliche Ruhezeit für Beschäftigte im Service-und Küchenbereich in Saisonbetrieben unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden kann. In diesem Zusammenhang sind jedoch eine Änderung im Arbeitszeitgesetz sowie die Schaffung von kollektivvertraglichen Regelungen Voraussetzungen. vida-Gewerkschafter Tusch und Fachverbandsobmann Hinterleitner zeigen sich erfreut, "dass es gelungen ist, in diesem für die Branche wichtigen Punkt ein gemeinsames Verständnis mit den Sozialpartnern zu finden. Nun ist der Gesetzgeber am Zug, die von den Sozialpartnern vorgeschlagene Änderung des Arbeitszeitgesetzes umzusetzen."

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