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vida-Hebenstreit: „Wasser predigen und Wein trinken ist Motto der IV“

ÖIAG-Prozess zeigt „IV-Mauschelei“ auf Kosten der Allgemeinheit

„Es wurde gemauschelt und gedealt“, schreibt der „Kurier“ in seiner heutigen Ausgabe über eine „verbandelte Freundespartie“ in der damaligen ÖIAG (heute ÖBIB). „Die Herrschaften – allesamt hohe Vertreter der Industriellenvereinigung (IV) - haben sich mündlich ausgemacht, dass Rudolf Kemler als Chef der ÖIAG mehr bekommt als er gesetzlich bekommen darf“, kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit. „Jetzt fordert der vorzeitig entlassene Kemler diese mündlich vereinbarte Überbezahlung sogar vor Gericht ein“, zeigt sich Hebenstreit empört.

„So viel Frechheit zeigt, wie selbstgefällig die Herrschaften der Industriellenvereinigung agieren, wenn es um ihre Vorteile geht. Hier sieht man deutlich wie die IV agiert, wenn man sie agieren lässt“, so der vida-Gewerkschafter weiter: „Mauscheln, gesetzliche Regelungen ignorieren, null Transparenz und Sparsamkeit, selbstverständlich auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“
Erschwerend komme dazu, dass die Nachfolgeorganisation der ÖIAG, die ÖBIB, eine Gegenforderung an Kemler gestellt hat, weil er, Kemler, gegen die Sparsamkeitsregeln des Public Corporate Governance Kodex verstoßen haben soll, so Hebenstreit.

„Dieselbe Industriellenvereinigung, die fleißig auf Kosten der Allgemeinheit Steuergelder verteilt hat, hat der neuen türkis-blauen Bundesregierung Teile des Regierungsprogramms geschrieben. Einige Forderungen der IV sind sogar wortwörtlich von Kurz und Strache übernommen worden. Denn weniger Steuern für Unternehmen, weniger Geld für Sozialleistungen, billige Arbeitskräfte von außerhalb der EU und der 12-Stundenarbeitstag waren wiederholt Forderungen der IV“, so der vida-Vorsitzende.

„Wasser predigen und Wein trinken heißt die Devise der IV. Bei den anderen sparen, aber sich selbst im geheimen bedienen, das ist ihr Motto. Der ÖIAG-Prozess hat diese Heimlichtuerei aufgedeckt und zeigt das wahre Gesicht der IV. Angesichts solcher Zustände bin ich froh, dass wir uns als Gewerkschaft und Betriebsrat immer erfolgreich gegen eine Eingliederung der ÖBB in die ÖIAG bzw. ÖBIB immer erfolgreich zur Wehr gesetzt haben“, sagt Hebenstreit – der auch ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender ist - abschließend.

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