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GPA-djp-Teiber zu Karfreitag

Für Handelsangestellte würde halber Feiertag gar nichts bringen

Es verdichten sich die Hinweise, dass die Regierung den Karfreitag künftig als halben Feiertag festschreiben und so das EuGH Urteil somit besonders „billig“ umgehen will. „Eine solche Lösung würde für die meisten ArbeitnehmerInnen wenig bringen, weil in vielen Betrieben an diesem Tag ohnehin Frühschluss gilt. Besonders schlecht würden dabei die Handelsangestellten aussteigen, weil sich nichts daran ändern wird, dass der Karfreitag einer der arbeitsintensivsten Tage bleibt und niemand den halben Tag frei bekommt“, so die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber.++++

Etwa jede/r fünfte Beschäftigte in Österreich arbeitet im Handel. „Man würde mit einer solchen Regelung die Beschäftigten der größten Branche, besonders viele Frauen, gegenüber anderen Bereichen benachteiligen, obwohl schon jetzt die Arbeitszeitqualität im Handel nicht die beste ist“, so Teiber.
 
„Die Regierung ist aufgefordert, das Gerichtsurteil rasch so umzusetzen, dass alle Beschäftigten in allen Branchen gleich von einem freien Karfreitag profitieren. Ansonsten droht aufgrund einer Ungleichbehandlung das Risiko einer weiteren Aufhebung durch ein Gericht. Angesichts der guten Wirtschaftslage und hohen Produktivität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich alle einen zusätzlichen Feiertag mehr als verdient“, bekräftigt Teiber.

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