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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Kampf gegen den slowenischen Entsendebonus geht weiter

Muchitsch erhält Unterstützung aus Slowenien und Bosnien

Die meisten entsandten Arbeitskräfte aus Slowenien nach Österreich kommen aus Bosnien-Herzegowina. Die Arbeitskräfte werden über den EU-widrigen slowenischen Sozialversicherungsbonus von Slowenien aus nach Österreich geschickt.

Grund genug für Gewerkschaft BAU-HOLZ-Chef Josef Muchitsch, auch die Verantwortlichen in Slowenien und Bosnien persönlich zu informieren. Die Betroffenheit der Verantwortlichen in Bosnien ist sehr groß. Vor Ort in Sarajevo führte Muchitsch persönliche Gespräche mit Abgeordneten, der Direktion für europäische Integration und dem Gewerkschaftsbund. Dabei wurde sichtbar, wie sehr Bosnien durch die Abwanderung von Fachkräften nach Slowenien betroffen ist. Im Vorjahr waren es 60.000 und im ersten Halbjahr 2019 bereits 30.000 junge Menschen, die ihre Heimat aufgrund wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit verlassen haben.

Muchitsch erhält auch Unterstützung aus Slowenien. Der slowenische Präsident der Bauwirtschaftskammer GZS Joze Renar hat sich über ein Zeitungsinterview in der renommierten slowenischen Tageszeitung DELO zu Wort gemeldet. Originalzitat: „Die Differenz ist riesig, die abgezogenen Beiträge sind viel niedriger. Das sind Vorteile für slowenische Arbeitsvermittler. Sehr viel illoyale Konkurrenz gibt es auch in Slowenien, denn die Inspektion ist schwach.“

Auch die slowenische Baugewerkschaft mit ihrem Vorsitzenden Oskar Komac unterstützt die Beschwerde Richtung Brüssel. Originalzitat: „Die Weisungen werden missbraucht. Meistens geht es nicht um die Erledigung der Tätigkeiten, sondern um die Vermittlung der Arbeit von Arbeitsagenturen, ohne Zustimmung des Landes. Besonders die Arbeiter aus Ex-Jugoslawien füllen die Briefkästen“ (Anmerkung: mit Strafbescheiden).

WKO wird nicht aktiv

Während sich die slowenische Bauwirtschaftskammer bereits zu Wort gemeldet hat, verabsäumt es die WKO leider noch immer, sich für ihre österreichischen Unternehmen einzusetzen. Muchitsch wiederholt seinen Appell an WKO-Präsident Harald Mahrer, hier endlich auch aktiv zu werden und eine eigene Beschwerde aus Sicht der Arbeitgeber mit betroffenen österreichischen Unternehmen in Brüssel gegen Slowenien einzubringen. Muchitsch: „Presseaussendungen und Jammern in Zeitungen alleine ist zu wenig. Werden Sie bitte im Interesse Ihrer Betriebe endlich aktiv.“

Visite bei österreichischen Soldaten in Bosnien

Zusätzlich nutzte Muchitsch seine Gespräche in Sarajevo auch zum Besuch des EUFOR-Kommandos der Europäischen Union, um die dort stationierten österreichischen Soldaten zu treffen. Unser Bundesheer stellt derzeit 330 Soldaten, deren Auftrag es ist, bei der Aufrechterhaltung der innerstaatlichen Sicherheit die örtlichen Behörden zu unterstützen. Ihre Präsenz wird von der Bevölkerung sehr positiv wahrgenommen.

 

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