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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

ÖGB-Reischl: Drittel der Arbeitslosen ist 50 Jahre oder älter

Aktion 20.000 wiedereinführen - Bonus-Malus-System für Arbeitgeber

„Es ist überaus beschämend, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen im Vergleich zu den anderen Altersgruppen als einzige steigt“, sagt Ingrid Reischl, leitende Sekretärin des ÖGB anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. „Mehr als ein Drittel der Arbeitslosen ist 50 Jahre oder älter. Die Wiedereinführung der Aktion 20.000 liegt daher auf der Hand. Die Aktion 20.000 muss von der nächsten Regierung dringend wiederbelebt werden.“ Hält die flache Konjunktur an, so wird sich die Zahl der Arbeitslosen weiter erhöhen. Wirksame Arbeitsmarktinstrumente wie die Aktion 20.000, die ältere Langzeitarbeitslose in kommunale und gemeinnützige Beschäftigung brachte, müssen daher so schnell wie möglich hochgefahren werden.

Wenn ältere Menschen einmal den Job verloren haben, ist der Wiedereinstieg für sie schwierig. Zu viele gehen direkt von der Arbeitslosigkeit in die Pension“, so Reischl. Die Arbeitsmarktsituation für ältere ArbeitnehmerInnen ist schlecht, und viele haben auch gesundheitliche Beeinträchtigungen. „Solange also das tatsächliche Pensionsalter das gesetzliche nicht erreicht, brauchen wir über eine Erhöhung des Regelpensionsalters gar nicht dachzudenken.“ Was es hier braucht sind Qualifizierungsmaßnahmen vor allem für ältere Arbeitslosgewordene, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und bessere Berufsorientierung. „Und wer weniger ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigt als im Branchendurchschnitt, soll zahlen“, fordert Reischl ein Bonus-Malus-System für Arbeitgeber. „Damit auch Ältere wieder bessere Chancen am Arbeitsmarkt bekommen.“

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