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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Nationaler Klimaplan: vida-Hebenstreit fordert mehr Investitionen in Öffis

Gewerkschaft für verantwortungsvolle Mobilitätspolitik, die auf umweltfreundliche, leistbare und attraktive Lösungen für alle setzt

„Nach jahrelanger Diskussion ohne konkrete Ergebnisse für den Klimaschutz darf jetzt nicht wieder alles verschleppt werden“, kritisiert der Vorsitzende der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Roman Hebenstreit, die noch vorhandenen Lücken im heimischen Klimaplan und fordert konkrete Vorschläge von der Regierung ein, wie man etwa durch zusätzliche Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel die Klimaschutzziele schneller erreichen will.

   „Investitionen in den Öffentlichen Verkehr helfen nicht nur dem Klima. Sie helfen auch dem Mittelstand und schaffen gute Arbeitsplätze. Es ist somit in mehrfacher Hinsicht wichtig, rasch über die Klimaplanmaßnahmen Gewissheit zu haben“, so Hebenstreit weiter. Bis Jahresende muss feststehen, wie Österreichs Beitrag zur EU-Klima- und Energiepolitik bis 2030 aussieht. Das nationale Gesetz dazu habe die Regierung von heute bis 2. Dezember 2019 in die Begutachtung geschickt.

   „Der Verkehrssektor war bisher für den Hauptanteil am Verfehlen der Klimaschutzziele in Österreich verantwortlich. Gegenüber 1990 sind die Treibhausgasemissionen um 73 Prozent gestiegen“, fordert Hebenstreit eine <a>verantwortungsvolle Mobilitätspolitik, die auf umweltfreundliche, leistbare und attraktive Lösungen für alle setzt. </a>„Die zentrale Basis dieser Mobilitätspolitik kann deshalb nur der weitere und zügige Ausbau des öffentlichen Verkehrs sein. Dafür braucht es auch zusätzliche Investitionsmittel für den Infrastrukturausbau“, unterstreicht der vida-Vorsitzende.

   Österreich habe laut Klimaschutzbericht 2017 die EU-Höchstwerte an Treibhausgasemissionen um rund 2,1 Millionen Tonnen überschritten. "Wir brauchen daher dringend einen Energie- und Klimaplan, der gute Arbeits- und Lebensbedingungen, leistbare Energie und Mobilität für alle möglich macht. Vor allem im Güterverkehr braucht es einen ganz anderen Zugang", fordert Hebenstreit weiter. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass Umstrukturierungen in Produktionsprozessen und Arbeitswelt nicht zulasten der ArbeitnehmerInnen und einkommensschwacher Haushalte gingen. Es bedürfe eines Maßnahmenpakets, das Klima und Menschen schütze und gute Arbeitsplätze in umweltfreundlichen Bereichen schaffe, bekräftigt der vida-Gewerkschafter.

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