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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

LAUFEN-Wilhelmsburg: 130 MitarbeiterInnen von Jobabbau betroffen

Muchitsch/Silvan: Einen Tag danach - nur Gewerkschaft ist vor Ort

Wie am 12. Februar bekannt wurde, will die Firma Laufen rund 130 ihrer insgesamt 200 Beschäftigten am Standort der Österreich-Zentrale in Wilhelmsburg abbauen. Insgesamt beschäftigt der Keramikhersteller für Bad und WC 340 Mitarbeiter in Österreich. Laufen hält rund 60-65 % Anteil am heimischen Markt. Der Standort ist nicht zuletzt für Innovationen wie das Druckgussverfahren und die Saphirkeramik bekannt. Bestürzt von der Nachricht zeigen sich Gewerkschaft Bau-Holz- (GBH-) Bundesvorsitzender Abg.z.NR Josef Muchitsch und der niederösterreichische GBH-Landesgeschäftsführer Abg.z.NR Rudolf Silvan und sprechen von einem schweren Schlag für die Region. Begründet wird die Kündigungswelle in einer ersten Stellungnahme des spanischen Rocca-Konzerns mit der Verlagerung der Produktion ins Ausland sowie mit einer negativen Bilanz im Vorjahr. Und dies, obwohl rund 60 % der Produkte in Österreich verkauft werden. Fachexperten der Gewerkschaft Bau-Holz sind bereits seit gestern vor Ort und beraten Betriebsrat und Beschäftigte.++++

   Zwtl.: Hiobsbotschaft kurz nach hundertjährigem Firmenjubiläum

   Muchitsch: „Betriebsrat und Experten der Gewerkschaft kämpfen nun vehement für einen fairen Sozialplan. Auch eine Arbeitsstiftung wird angedacht. Unsere Gewerkschaft ist seit gestern vor Ort und berät und verhandelt im Interesse der ArbeitnehmerInnen. Jeder kann sich ausmalen, wie düster die Stimmung in nächster Zeit bei diesen 130 Familien in und um Wilhelmsburg sein wird.“

   Silvan: „Trotz großzügigen Steuergeschenken der türkis-blauen Bundesregierung an Großunternehmer verlagert nun wieder ein großer Konzern etliche Arbeitsplätze ins Ausland. Für mich steht fest, die Pläne des Bundeskanzlers gehen einfach nicht auf“. Die neue Regierung müsse sich wieder viel weiter auf die Seite der ArbeitnehmerInnen stellen, anstatt sich noch einmal mit den Superreichen und Konzernen ins Bett legen zu wollen.

   Silvan weiter: „Erst im September habe ich ein Statement von Christian Schäfer, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Firma Laufen, gelesen, da wollte man noch das Österreich-Geschäft ausbauen und nach Möglichkeit den Marktanteil halten. Das war zum 100-jährigen Jubiläum dieses niederösterreichischen Traditionsunternehmens - und nun das.“

   Zwtl.: Silvan: Jobsuche kein leichtes Spiel / AMS-ExpertInnen sind nun gefragt

   Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Bezirk St. Pölten und St. Pölten Land im letzten Jahr leicht rückläufig war, sei es laut Silvan für diese ArbeiterInnen keineswegs ein leichtes Spiel, einen adäquaten Job mit gleicher Bezahlung zu finden. Denn: „Überall, wo man mit einem Job neu beginnt, muss man sich klarerweise erst einmal beweisen. Wenn jetzt viele Personen in einer Region aus der gleichen Branche auf Jobsuche sind, wird es natürlich schwieriger für den Einzelnen“, erklärt Silvan. Bei der Jobvermittlung vertraut Silvan vor allem auf die ExpertInnen des AMS, denn diese seien es, die vielen ArbeiterInnen nach einer Entlassung wieder Hoffnung und neue Chancen bieten können.

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