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ÖGB-Reischl zu IHS-Prognosen: „Bundesregierung muss rasch handeln, sonst nimmt sie Armut tausender Menschen in Kauf“

ÖGB-Programm gegen Arbeitslosigkeit bringt 150.000 Menschen innerhalb eines Jahres in Beschäftigung

Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordhoch. Dort wird sie auch noch einige Zeit bleiben, wie die Prognosen des IHS heute bestätigen. „Auch wenn sich die Wirtschaft langsam erholt, muss die Bundesregierung jetzt umgehend handeln, sonst nimmt sie die Armut tausender Menschen in Kauf, die über Monate keinen neuen Job finden werden“, kommentiert Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), die Prognosen. „Was es jetzt braucht, sind Investitionen in öffentlichen Verkehr, Wohnbau, Bildung, Pflege und Klimaschutz – das würde Arbeitsplätze sichern und tausende neue schaffen.“ Maßnahmen brauche es jetzt, denn die österreichische Wirtschaft und die Menschen können nicht bis 2022 warten. 

Die Bundesregierung habe bis dato viel zu wenig gegen die Rekordarbeitslosigkeit unternommen. Der ÖGB hat daher ein Programm vorgelegt, dass mindestens 150.000 Menschen innerhalb eines Jahres in Beschäftigung bringen soll. „Dafür braucht es Sofortmaßnahmen wie spezielle Qualifikationsprogramme für Ältere, Junge und Lehrlinge, Investitionen in gute Arbeit oder die Sicherung nachhaltiger Arbeitsplätze“, so Reischl. Zusätzlich beharrt der ÖGB auf seiner Forderung, das Arbeitslosengeld zu erhöhen und lehnt die Gedankenspiele rund um ein degressives Arbeitslosengeld ab: „Der Vorschlag für ein degressives Arbeitslosengeld ist eine sozial kalte Ansage und bringt weder mehr Menschen in Beschäftigung, noch kann sich der Staat dadurch etwas ersparen."

Das gesamte ÖGB-Programm gegen Arbeitslosigkeit auf www.oegb.at 

 
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