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AUA: Gewerkschaft vida fordert Boni-Auszahlungsverbot für Top-Manager

Hebenstreit: Aus Vergangenheit nichts gelernt – Regierung muss Finanzierung des Managerwohlstands auf Kosten der Steuerzahler endlich abdrehen

„Die hart arbeitenden Steuerzahler können ihrem Geld wohl nur mehr nachwinken, wie es mit den Top-Managern der AUA davonfliegt“, übt Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, scharfe Kritik, weil laut heutigem Bericht der Tageszeitung „Der Standard“ bei der AUA trotz Corona-Krise, Kurzarbeit, einem Mega-Sparpaket, heftigen finanziellen Einbußen für die Belegschaft und 450 Millionen Euro an Staatshilfe „fette Boni“ an das Management ausgezahlt werden sollen. Die Boni-Regelung knüpfe zwar an Leistungen aus dem Vorjahr an. Zu diesem Zeitpunkt war die Corona-Krise noch nicht absehbar, jedoch bleibe zu hinterfragen, ob solche Managementzahlungen gerechtfertigt seien, zumal auch KonsumentInnen auf die Rückerstattung ihre Ticketkosten warten und die MitarbeiterInnen reduzierte Gehälter in Kauf nehmen müssen, so Hebenstreit. 

Aber auch die Regierung sieht der vida-Vorsitzende gefordert: Diese müsse sich endlich damit auseinandersetzen, ob parallel zum Kassieren von Staatshilfe nicht endlich ein „Boni-Auszahlungsverbot“ für das Management zur Bedingung gemacht werden müsste. „Sonst muss sich die Regierung Kritik gefallen lassen, dass sie auf Kosten der Steuerzahler und der Belegschaft den Wohlstand von ohnedies finanziell gut bestallten Top-Managern, die nur bei den anderen aber nicht bei sich selbst sparen wollen, finanziert“, bekräftigt Hebenstreit.    

Der vida-Gewerkschafter erinnert in diesem Zusammenhang an das Jahr 2009. Schon damals kritisierte die AK in einer Erhebung über die Top-Manager-Gagen in Österreich, dass trotz Verlusten, Stellenkürzungen und Kurzarbeit im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise die Prämien für Vorstände weiter gestiegen waren. Die höchste Steigerungsrate bei den Top-Manager-Gagen gab es im Jahr 2008 mit plus 126 Prozent auf im Schnitt 948.000 Euro pro Person bei den Austrian Airlines (AUA) - trotz des Rekordverlusts von 430 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008. 

„Regierung und AUA müssen daher jetzt endlich die Konsequenzen aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen. Alles andere wäre eine Fortsetzung der Verhöhnung der Steuerzahler und der Beschäftigte“, bekräftigt Hebenstreit.  

 
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