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vidaflex fordert Rechtssicherheit bei der Einreise für 24-Stunden-BetreuerInnen

vidaflex-Grabovac: „Sonst überlegen es sich die 24-Stunden-Betreuerinnen künftig zweimal, ob sie wiederkommen“

„Leider werden die 24-Stunden-Betreuerinnen aus dem Westbalkangebiet nach wie vor allein gelassen. Immer noch bekommen sie unterschiedliche Auskünfte hinsichtlich Einreise nach Österreich von ihrem eigentlichen Vertreter, der Wirtschaftskammer Österreich. Wenn es nicht schnellstens Klarheit gibt, ist das Chaos in der 24-Stunden-Betreuung vorprogrammiert“, sagt Christoph Lipinski von vidaflex, der Gewerkschaftsinitiative für EPUs und Neue Selbstständige. Hintergrund für die Kritik Lipinskis sind die weiterhin widersprüchlichen Aussagen seitens der WKÖ, wo noch am Samstag in mehreren Medien kommuniziert wurde, dass kroatische PendlerInnen und somit auch 24-Stunden-BetreuerInnen von der Covid-Test- und Quarantäne-Pflicht bei der Einreise nach Österreich ausgenommen sind. „Wenn die Kolleginnen und Kollegen aus der 24-Stunden-Betreuung davon ausgenommen sind, ist das begrüßenswert. Nur leider entspricht das nicht der Realität, wenn man wiederum den Auskünften von Montag traut“, sagt Andreja Grabovac, vidaflex-Sprecherin für die kroatischen 24-Stunden-BetreuerInnen. Auf Nachfrage bei der WKÖ am Montag gäbe es zwar eine Verordnung für die Ausnahme, allerdings wisse man dort nicht, ob diese Ausnahme auch für Personenbetreuerinnen gilt.

Für die WKÖ-Außenstelle in Zagreb scheint die Sachlage hingegen klar zu sein. Nach deren Informationen soll der neue Pendler-Ausnahmetatbestand auch für in Österreich Betreuerinnen aus Kroatien gelten. Für diese Personen bestünden bei der Einreise keine Test- oder Quarantäneerfordernisse mehr. „Egal was nun stimmt, so kann es nicht weitergehen. Die Kolleginnen und Kollegen, die sich täglich verzweifelt bei uns melden, brauchen Rechtssicherheit, und die ist offenbar nicht gegeben“, sagt Grabovac, die auf einen nicht akzeptierten Covid-Test einer Kollegin aus Kroatien verweist, obwohl der Test in einem von Österreich anerkannten Labor in Kroatien gemacht wurde. „Sie wurde in Quarantäne geschickt und verdient in dieser Zeit kein Geld. Von den 16 Stunden Wartezeit an der Grenze am Sonntag, von der auch einige der Betreuerinnen betroffen waren, rede ich gar nicht erst“, sagt Grabovac.

Die Situation für die Betreuerinnen werde immer mehr zum Spießrutenlauf, der inakzeptabel ist. Nicht umsonst fordert vidaflex einerseits kostenlose Covid-Tests für 24-Stunden-Betreuerinnen sowie kostenlose Quarantäne-Unterbringungen. Auf www.vidaflex.at können Betroffene eine Petition (in deutscher, kroatischer und rumänischer Sprache) unterschreiben. „Wenn dieses Chaos bei der Einreise nicht umgehend behoben wird, dann werden es sich die Kolleginnen und Kollegen in der 24-Stunden-Betreuung in Zukunft zweimal überlegen, ob sie überhaupt nach Österreich kommen. Und das hat auch Konsequenzen für die Familien, wo die Kolleginnen arbeiten. Viele wissen nicht, wie sie die Betreuung ihrer Angehörigen sicherstellen können“, schließt die vidaflex-Sprecherin.

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