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younion: Gewerkschafts-Kritik vor Kindergarten-Start

Sofort Beirat für Elementarpädagogik einberufen!

Mit dem Start der Schule kehrt auch in den Kindergärten der „Normalbetrieb“ zurück. Alleine in Wien besuchen rund 100.000 Kinder elementare Bildungseinrichtungen. „Viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind aber verunsichert“, sagt Judith Hintermeier, selbst Pädagogin und Bundesfrauenreferentin in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. „Es gibt vom Bildungsministerium ein COVID-19 Hygiene- und Präventionshandbuch, das im Ampel-System eine fixe Zuteilung von Personal pro Gruppe fordert. Das ist allerdings praxisfern. In vielen Fällen gibt es einfach zu wenig Personal. Denn man darf nicht vergessen, dass Risikopersonen seitens der Bundesregierung bis Ende des Jahres freigestellt sind und es keinen Ersatz für sie gibt.“

Weniger Personal, mehr Stunden

Eine Durchmischung von Gruppen wird in dem ministeriellen Papier untersagt. Auch hier sieht Hintermeier aber Probleme: „Wenn in Gruppe A drei Kinder bis 17.30 Uhr dageblieben sind und in Gruppe B zwei, wurde zusammengelegt und eine Kollegin konnte ihren regulären Dienst beenden. Es fallen also viel mehr Überstunden an – und das bei einer reduzierten Personalzahl.“

Einheitliche Regelungen

Erschwerend kommt hinzu, dass es in den einzelnen Bundesländern, beziehungsweise in den einzelnen Gemeinden, zusätzliche unterschiedliche Regelungen gibt. Christa Hörmann, stellvertretende Vorsitzende in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Wir fordern seit Jahren ein bundeseinheitliches Rahmengesetz. Im aktuellen Regierungsprogramm wird das auch zum ersten Mal erwähnt. Ein eigener Beirat für Elementarpädagogik soll Qualitätsmindeststandards mit den zuständigen SozialpartnerInnen erarbeiten. Wir fordern, dass sich dieser Beirat sofort bildet und auch die aktuellen Probleme in den Kindergärten löst.“

Wien als Vorbild

Wie gemeinsame Lösungen erarbeitet werden können, zeigt Wien. So können sich beispielsweise Kindergarten-Bedienstete bereits seit Juni auf COVID-19 testen lassen. Judith Hintermeier: „Alle Kolleginnen und Kollegen, die einen Verdacht haben, können sich unkompliziert und kostenlos testen lassen. Denn natürlich sind sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Sie waren am Höhepunkt der Krise da und haben dafür gesorgt, dass das System nicht zusammenbricht. Sie leisten weiterhin großartige Arbeit.“

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