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ÖGB-Reischl: „Wir bleiben dabei: Das Arbeitslosengeld muss langfristig erhöht werden, um Menschen vor Armut zu schützen.“

Investitionen in Gemeinden schaffen neue Arbeitsplätze und Lehrstellen

„Ich sehe weiterhin keinen Grund dafür, sich zurückzulehnen. Noch immer sind um 100.000 Menschen mehr arbeitslos als vor einem Jahr. Ganz zu schweigen von jenen, die über Monate keinen Job gefunden haben oder finden werden“, ist Ingrid Reischl, Leitende ÖGB-Sekretärin, weiterhin besorgt über die aktuellen Arbeitsmarktdaten – und die Zukunft. „Im Herbst droht uns noch ein böses Erwachen. Die Arbeitslosenzahlen werden wieder steigen, eine Insolvenzwelle droht, für viele Betriebe beginnen die großen Probleme erst so richtig. Wir bleiben daher bei unserer Forderung, dass das Arbeitslosengeld langfristig erhöht werden muss. Nur so können Menschen, die unverschuldet ihre Jobs verloren haben, vor Armut geschützt werden.“ Reischl weiter: „Die 450 Euro Einmalzahlung für Arbeitslose, die im September ausbezahlt werden, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein, für alle, die noch Monate lang keinen Job finden werden.“ 

„Ich vermisse außerdem weiterhin konkrete Maßnahmen der Bundesregierung zur Schaffung von Arbeitsplätzen“, kritisiert die Leitende ÖGB-Sekretärin. „Dabei gäbe es genug Vorschläge. Wir haben bereits vor Wochen ein Programm vorgelegt, mit dem 150.000 Arbeitsplätze geschaffen werden können.“ Außerdem müssen vor allem die hart getroffenen Gruppen der Jungen und Langzeitarbeitslosen unterstützt werden. „So könnten beispielsweise durch Investitionen in Gemeinden neue Arbeitsplätze und Lehrstellen geschaffen werden. Und, wenn die öffentliche Hand als Auftraggeber einspringt, ist auch eine Ganzjahresbeschäftigung im Bau möglich“, so Reischl abschließend.

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