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Gut informiert

Broschüre: Tipps & Tricks für Einkommensverhandlungen

Besonders für Frauen ist es wichtig, Einblick in branchenübliche Entlohnungsverhältnisse zu haben, den Kollektivvertrag zu kennen und aktiver zu vergleichen. Denn vielen Frauen ist nicht bewusst, dass sie eigentlich zu wenig für die geleistete Arbeit verdienen. Häufig ist das Einkommen "Verhandlungssache". Schon beim Einstellungsgespräch werden die Weichen für die weitere Einkommensentwicklung gestellt. Hier wollen wir Gewerkschafterinnen neben Information und Beratung auch mit einer neuen Broschüre unterstützen. Die Ratgeberin "Gut verhandelt = besser bezahlt" soll Frauen über Ihre Rechte und Möglichkeiten bei Einkommensverhandlungen informieren und dazu anregen, im Rahmen des Bewerbungsgesprächs selbstbewusster aufzutreten und mehr zu fordern. Wichtig ist genauso, sich mit dem eigenen Einkommen sowie dem der Kollegen im Betrieb auseinander zu setzen, genauer hinzusehen und auch Entgeltbestandteile zu hinterfragen.

Gut informiert in die Verhandlungen
Die Broschüre zeigt "Einkommensfallen" und Regeln auf, die Frauen kennen sollten und informiert über die wichtigsten Aspekte, die es vor und während des Bewerbungsgesprächs bis zum Abschluss des Arbeitsvertrags zu beachten gilt. Darüber hinaus werden unzulässige Interviewfragen und Diskriminierungstatbestände aufgezeigt. Unsere Ratgeberin soll mit Tipps und Tricks für Einkommensverhandlungen unterstützen, um Ihre Verhandlungsposition - und letztlich das Einkommen - zu verbessern.

Durch die verpflichtende Angabe des Mindesteinkommens und einer Bereitschaft zur Überzahlung wird BewerberInnen eine gute Orientierungshilfe für Einkommensverhandlungen geboten. Das bringt direkte Vergleichbarkeit und mehr Einkommenstransparenz für Jobsuchende - v.a. Frauen können besser selektieren und haben durch die Angabe des Einkommens konkrete Hinweise, ob Unternehmen A mehr als Unternehmen B für eine vergleichbare Position zahlt. Verhandlungen über das tatsächliche Entgelt - also über dem kollektivvertraglichen Mindesteinkommen inklusive der fixen Zulagen -  sollten immer geführt werden.

Neben sachlichen Kriterien wie zusätzlicher Qualifikation, einschlägiger Berufserfahrung etc. kann gutes Verhandlungsgeschick viel bewirken.

Versteckte Entgeltdiskriminierung
Einkommensunterschiede haben eine Vielzahl an Ursachen, die nicht sachlich gerechtfertigt werden können. So sind es auch benachteiligende Entlohnungsschemen, männlich dominierte Organisationskulturen und die Anwendung des Senioritätsprinzips, die dazu beitragen, dass Frauen im Laufe ihres Erwerbslebens nicht die gleiche Einkommensentwicklung wie die männlichen Kollegen aufweisen.

Auch die Anrechnung von Vordienstzeiten, die Einstufung sowie Zulagensysteme erweisen sich für Frauen häufig als "Einkommensfallen". In vielen Betrieben ist das Einkommen ein gut gehütetes Geheimnis und häufig auch unter KollegInnen ein Tabuthema, wodurch Entgeltdiskriminierungen meist nicht offensichtlich als solche erkannt werden. Vielen Frauen ist gar nicht bewusst, wie viel ein Kollege für eine vergleichbare Tätigkeit verdient - das macht es schwierig, ihr Recht auf faires Einkommen einzufordern. Die neuen gesetzlichen Regelungen zur Einkommenstransparenz setzen dort an. Einkommensberichte und die Angabe des zu erwartenden Mindesteinkommens sind wichtige Errungenschaften, um mehr Entgeltgerechtigkeit in den Betrieben zu bewirken. Ab 2012 treten wird die Nichteinhaltung des Gesetzes sanktioniert. Damit sollten mehr Unternehmen und PersonalvermittlerInnen zur Umsetzung bewegt werden.

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